Heinz Kinigadner: «Das wäre das Ende von KTM in dieser Form gewesen!»
Für Heinz Kinigadner ist der Rennsport überlebenswichtig für KTM – Bajaj hätte dies verstanden. Auch 2026 wird das MotoGP-Event auf dem Red Bull Ring ohne KTM-Tribüne auskommen müssen.
KTM hatte einen guten Start in die MotoGP-Saison 2026. Insbesondere Aushängeschild Pedro Acosta sorgt derzeit mit der RC16 regelmäßig für Top-Ergebnisse. Nach drei Grands Prix liegt der 21-jährige Spanier auf Rang 3 in der Gesamtwertung.
Mitte September folgt mit dem Rennwochenende auf dem Red Bull Ring ein jährliches Highlight für KTM. Die österreichische Marke will in Spielberg den heimischen Fans eine gute Show liefern und um Siege kämpfen. Der Österreich-GP wird jedoch wieder, wie bereits im letzten Jahr, ohne eine gefüllte KTM-Tribüne über die Bühne gehen.
«Letztes Jahr hat es das auch schon nicht gegeben. Ich schätze, dass es dieses Jahr auch wieder so ist. Wir haben ja mit unseren neuen Besitzern Einsparungen machen müssen. Und wenn du so viele Leute entlassen musst, wie es KTM in den letzten eineinhalb Jahren getan hat, dann kannst du nicht links und rechts Vollgas geben», betonte KTM-Berater Heinz Kinigadner im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
Seit Ende des Jahres 2025 ist die indische Bajaj Mobility AG Mehrheitseigentümer von KTM. Die Inder fahren einen strikten Sparkurs, um die Mattighofener für die Zukunft fit zu machen. Dass der Rennsport in der DNA von KTM tief verwurzelt ist und das Motto «READY TO RACE» für die Marke sehr wichtig ist, ist Bajaj aber bewusst.
Verkaufszahlen geben der Strategie recht
«Gott sei Dank haben sie verstanden, dass der Motorsport für KTM überlebenswichtig ist. Ohne am Sonntag zu gewinnen, verkaufst du am Montag wirklich nichts – vor allem im Offroad-Sport ist das der Fall», ist Kinigadner erleichtert. «Sie haben verstanden, dass wir das brauchen. Darüber sind wir sehr froh, denn das wäre meiner Meinung nach das Ende von KTM in dieser Form gewesen.»
Die Verkaufszahlen geben dem eingeschlagenen Weg unter dem neuen Eigentümer recht. «Wir verkaufen so gut wie noch nie. Die Welt da draußen hat das schon komplett beiseitegeschoben», meinte Kinigadner mit Blick auf die schwierigen letzten eineinhalb Jahre.
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