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Höhere Ansprüche in der Mittelklasse: Sportler in China auf dem Vormarsch

Wohlhabendere Kunden in China sorgen für eine Reihe interessanter neuer Sport-Bikes als Status-Symbol. Einige Modelle von Honda, CFMoto und KTM haben das Zeug, auch in unseren Breiten gut anzukommen.

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Der chinesische Motorradmarkt ist, gemeinsam mit Indien, einer der größten Produktions- und Absatzzonen für Motorräder. Laut CCCM (China Chamber of Commerce for Motorcycle) sollen im letzten Jahr auf dem Heimatmarkt der asiatischen Industriemacht 22 Millionen motorisierte Zweiräder verkauft worden sein, Roller und Elektromotorräder inbegriffen. Gleichzeitig findet ein Umbruch statt: Der Markt für klassische Kleinmotorräder zeigt erste Anzeichen einer Schrumpfung. Der Premium-Bereich hingegen, der in Asien bereits im Bereich von rund 250 Kubikzentimetern Hubraum beginnt, wächst. Die gesellschaftliche Mittelschicht wird wohlhabender, das Motorrad wird, wie in unseren Breiten, auch zum Freizeitprodukt, anstatt nur unverzichtbares Transportmittel.

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Die Bedürfnisse gleichen sich an und damit entstehen für den asiatischen Megamarkt Produkte, die auch in unseren Breiten erfolgversprechend wären. Das imageträchtige Sport-Segment ist eine der Nischen, die dabei auffällig ist. Jüngstes Beispiel ist die CFMoto 500SR: Ein Sportler, der bei uns in der unteren Mittelklasse zu verorten wäre und auf einen Reihenvierzylinder mit 79 PS setzt. Weitere Merkmale: 187 Kilo, Nissin-Bremsen und ABS von Continental-Sparte Aumovio. Die 500SR ist dabei ein klassisch sportlich gestaltetes Derivat der bereits seit 2024 bekannten 500SR Voom, einem eigenwillig gestalteten Sportler mit identischer Technik und leichtem Retro-Touch. Die Firma positioniert sich sukzessive immer sportlicher: In Moto3 und Moto2 sind die Chinesen vertreten, haben über die Firma Kalex wichtiges Motorsport-Know-How angekauft und entwickeln derzeit ein Superbike mit eigenem V4-Triebwerk, das 2027 auf den Markt kommen soll.

Im Zweizylinder-Bereich fertigt CFMoto für den Heimatmarkt unter anderem die 450SR-S, die im Rahmen einer Entwicklungs- und Produktionskooperation gleichzeitig die Basis für die ebenfalls erst kürzlich präsentierte KTM 450 RC bildet. Technisch von der CFMoto-Schwester abgeleitet und mit charakteristischer Einarmschwinge ausgestattet, leistet die Sportlerin der orangefarbenen Marke 56 PS. Mitentwickelt in Mattighofen haben die Ingenieure im Innviertel die chinesische Basis rundherum angepasst und unter anderem mit neuen Federkomponenten und neuer Abstimmung ausgestattet. Statt Kayaba kommt Haus- und Hofhersteller WP zum Einsatz und auch das Design ist neu: KTM-Stammdesigner Kiska hat eine Hülle gestaltet, die sich an der großen Schwester 990 RC R orientiert. Die Entwicklungszeit des Designs sei eine der kürzesten der Firma gewesen, ließen die Salzburger verlauten. Die Verbindung zwischen KTM und CFMoto geht zurück bis ins Jahr 2013, als erstmals eine Partnerschaft zwischen den Firmen bekanntgegeben wurde und im Jahr 2018 in ein Joint-Venture aufging. An diesem halten die Chinesen die knappe Mehrheit und fertigen für KTM Motoren und Motorräder. Die Chinesen nutzen dafür Technik aus Österreich. Die 450 RC ist das erste Modell, bei dem der Techniktransfer auch von CFMoto zu KTM stattfand, zumindest vorerst ist die 450 RC nur für den chinesischen Markt bestimmt. Wie bei der CFMoto 500SR sind auch bei der KTM 450 RC noch keine Pläne bekannt, die Sportler auch europäischen Kunden zugänglich zu machen.

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Eine andere Herangehensweise könnte Honda wählen: Die japanische Marke bläst in China ebenfalls zur Attacke, zu wichtig ist das riesige Marktvolumen selbst für einen Giganten wie Honda. Im Sportsegment zielt die Marke mit der CBR500R Four auf eine ähnliche Kundschaft wie CFMoto und KTM. In ihrem Stahlrohrrahmen schlägt, wie der Name schon sagt, ebenfalls ein Vierzylinder-Herz, das eng verwandt ist mit der CBR400R Four. Diese wurde kürzlich für den japanischen Markt präsentiert. Zumindest die CBR500R Four könnte auch über europäische Händler verkauft werden, die Sicherung des Namens seitens Honda für Europa kann als Absichtserklärung in diese Richtung verstanden werden. Mit 71 PS auf 189 Kilo sind die Leistungsdaten mit denen der CFMoto durchaus zu vergleichen, ebenso der Hubraum von 502 ccm.

Die steigenden Ansprüche der chinesischen Kunden sorgen für mehr Konkurrenz und bessere Produkte. Bessere Produkte, die mittelbar auch europäischen Kunden zugutekommen werden – sei dadurch, dass sie doch den Weg zu hiesigen Händlern finden, oder weil die neue Konkurrenz auf dem globalen Markt auch die Produkte bei uns verbessert. Schließlich leben die europäischen Motorradhersteller zu großen Teilen vom Export.

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