Euro Moto Superbike
Alt: «Sorry an meine Fireblade, dass ich sie so hart rangenommen habe»
Den Titel der Euro Moto Supersport werden wohl Dirk Geiger (Yamaha) und Daniel Blin (Ducati) beim Finale unter sich ausmachen. Mit Lennox Lehman als Geigers Edehelfer.
In beiden Supersport-Rennen des vorletzten Euro Moto-Wochenendes durfte der Yamaha-Pilot vom Team Apreco von der Pole-Position starten und er verwandelte beide Rennen in jeweils weitere 25 Punkte, was ihn für das Finale auf dem Hockenheimring in eine komfortable Ausgangslage brachte. «Das Qualifying war ein bisschen schwierig für mich», verriet er allerdings noch kurz vor dem Start. «Ich hatte Probleme, alles zusammenzubekommen. Auch generell die Pace zu halten. Von dem her erwarte ich im Rennen noch ein bisschen mehr, die 1.25 muss ich noch knacken. Wie immer ‚all in‘.»
Im ersten Rennen hatten zu Beginn noch Geigers Teamkollege Lennox Lehmann und der Pole Daniel Blin, Geigers schärfster Konkurrent beim Wettlauf um den Titel, ein wenig Druck ausgeübt. Doch am Ende konnte Geiger den Kollegen Blin knapp zwei Sekunden hinter sich lassen und machte so den ersten Sieg des Wochenendes perfekt. Doch mit Selbstkritik sparte der Sieger im Anschluss dennoch nicht.
Sie hätte kommen müssen.Dirk Geiger
«Am Anfang war ich ein bisschen lost», beschrieb Geiger seine Gefühlswelt. «Ich wusste nicht wirklich, was abgeht und was ich da mache. Ab Mitte des Rennens bin ich dann wieder aufgewacht und konnte ein bisschen schneller fahren. Irgendwie war heute nicht so mein Tag. Besser für Sonntag, wir schauen uns das jetzt mal noch an. Trotzdem ein riesen Dankeschön an mein Team, das Motorrad stand perfekt da. Ich habe es dann im Rennen enger gemacht als nötig gewesen wäre. Aber ich hab’s dann doch noch geschafft und Glückwunsch an Daniel Blin, der hat mir echt Feuer unterm Arsch gemacht.»
Im zweiten Rennen ließ Geiger von Beginn an Fakten sprechen und machte sich schnell aus dem Staub. In der letzten Runde presste sich noch sein Teamkollege Lennox Lehmann an Blin vorbei und verschaffte Geiger auf die Tour noch vier extra Punkte im Titelkampf gegen Blin. Einziges Haar in Geigers Siegersuppe, aus der 1.25er Zeit wurde nichts. «Sie hätte kommen müssen», so seine klare Ansage, «zwei Mal knapp dran, das nervt ich. Aber das Team hat mir das perfekte Bike dahingestellt. Das Rennen lief einwandfrei. Guten Start gehabt und die ersten Runden konnte ich puschen.»
Neben den obligatorischen Danksagungen ans Team und Yamaha Deutschland schickte Dirk Geiger noch Grüße an seinen Superbike-Teamkollegen Twan Smits. «Jetzt noch alles Gute für Twin in seinem Rennen und wir rocken das Ding.» Smits nahm sich die Ansage zu Herzen und machte nach Geigers Supersport-Doppelsieg das Wochenende mit seinem Superbike-Doppel in der Tat perfekt.
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