Rennleiter McNish zieht Zwischenbilanz bei Audi: «War eine heikle Zeit»
Wie zufrieden ist man bei Audi mit der ersten Saison bislang? Rennleiter Allan McNish zieht Zwischenbilanz. Welcher kleine Moment, der auf den ersten Blick ein Rückschlag war, besonders herausstach.
14 Rennen der Formel-1-Saison 2026 sind gefahren, entsprechend auch die ersten 14 Rennen des Schweizer Sauber-Teams unter dem neuen deutschen Audi-Namen und mit eigenem Motor. Mit 17 Punkten ist Audi Achter in der Team-WM. Gabriel Bortoleto ist in der Fahrer-Wertung 14. mit 10 Punkten, Nico Hülkenberg direkt dahinter 15. mit 7 Punkten. Um einen möglichen weiteren Punkt streitet Audi derzeit noch, hat Berufung gegen das Monza-Ergebnis eingelegt und hofft sich durch eine Strafe für Yuki Tsunoda einen weiteren Punkt. Die Entscheidung steht noch aus.
Weg von den puren Zahlen – wie zufrieden ist man im Hause Audi mit den ersten Rennen? Ein Zwischenfazit von Rennleiter Allan McNish nach dem Madrid-Rennen.
Qualifying überraschte
Der Schotte, der die Rolle des Rennleiters im Frühjahr übernahm: «Die Leistung im Qualifying war ehrlich gesagt definitiv eine Überraschung – die Konstanz dabei, wenn man sich das ansieht, vom Besten bis zum Schlechtesten, war die Streuung sehr, sehr gering, und das war ein positiver Aspekt.»
Schwieriger Saisonstart
Zur Lage in der WM-Tabelle sagt McNish: «Die Position in der Meisterschaft und die erzielten Punkte spiegeln das Leistungspotenzial nicht wider, da wir zu Beginn Zuverlässigkeitsprobleme hatten.» In den ersten beiden GPs trat jeweils nur ein Audi an, die Probleme zu Saisonbeginn waren zahlreich. McNish: «Die Probleme haben wir um Miami und Montreal in den Griff bekommen.» Nico Hülkenberg fiel dann jeweils noch einmal in Barcelona und Silverstone im GP aus. McNish rückblickend: «Das war, ganz ehrlich gesagt, eine heikle Zeit.»
Dieser Moment stach heraus
McNish nachdenklich: «Haben wir also die Erwartungen übertroffen? Ja, wahrscheinlich in gewisser Weise, aber was mich tatsächlich am meisten gefreut hat, war, die leichte Enttäuschung und Verärgerung des Ingenieurteams und aller anderen zu sehen, als wir uns hier in Madrid nicht für Q3 qualifiziert haben, weil wir wirklich dachten, dass wir vielleicht noch etwas mehr hätten herausholen können. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das möglich gewesen wäre. Ich glaube, die Leistung war eigentlich ziemlich gut. Aber genau diese kleine Portion Frustration ist wahrscheinlich eines der besten Dinge, die ich gesehen habe, denn sie zeigt, dass sie eine andere Sichtweise haben als vielleicht noch zu Beginn der Saison.»
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