Jock Clear (Ex-Ferrari) zur Aston Martin-Misere: «Alonso nicht erste Wahl»
Der langjährige Formel-1-Renningenieur Jock Clear (62) analysiert die missliche Lage von Aston Martin-Honda und glaubt nicht, dass Fernando Alonso in dieser Phase für die Grünen der richtige Mann ist.
Der üppig finanzierte Aston Martin-Rennstall ist jämmerlich in die GP-Saison 2026 gestartet: letzter Platz im Konstrukteurs-Pokal. Der Engländer Jock Clear (62), viele Jahre Renningenieur in der Königsklasse, hat für das Portal Ignition Casino die ungemütliche Lage der Grünen analysiert.
Der erfahrene Clear (früher bei Williams, BAR, Honda, Mercedes und Ferrari) kommt zum Schluss: «Keiner hat Freude daran, dass Aston Martin da steht, wo es steht. Auch ich bin sehr überrascht über diese grossen Schwierigkeiten, aber wenn man nicht bei Aston arbeitet, weiss man eigentlich nicht punktgenau, wo der Hase im Pfeffer liegt.»
«Ich hoffe sehr, dass Aston und Adrian Newey viele Probleme so schnell wie möglich ausräumen können, aber nach diesen ersten zwei GP-Wochenenden erkenne ich für sie noch kein Licht am Ende des Tunnels.»
«Aston Martin-Honda braucht einen Riesen-Sprung»
«Wenn wir die reine Entwicklung betrachten, dann wird die Misere noch eine Weile dauern; dann müssen sie das Jahr wohl abhaken. Wenn sie jedoch ein bestimmtes Problem lösen können, das einen Entwicklungssprung ermöglicht, dann wäre das für Aston Martin-Honda das günstigere Szenario. Ich finde es wirklich schwer nachzuvollziehen, warum sie so weit abgeschlagen sind.»
«Fernando Alonso ist einer jener Fahrer, mit denen ich im Laufe meiner Zeit in der Formel 1 nie zusammengearbeitet habe. Ich glaube nicht einmal, dass ich mich jemals länger mit ihm unterhalten habe. Ich verstehe daher den Menschen Alonso kaum. Aber ich verstehe genug vom Sport, um zu sehen, dass er brillant ist, wirklich brillant. Alonso hat in Autos Dinge vollbracht, die einfach unglaublich sind – er ist noch immer ein riesiges Talent im Cockpit.»
«Aber wenn ich einen Fahrer wählen müsste, der mir hilft, das Team aus diesem tiefen Loch zu zerren, dann wäre Alonso nicht meine erste Wahl. Das ist ein wenig meine Befürchtung. Das gehört meiner Ansicht nach nicht zu seinen Stärken.»
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