Kimi Antonelli: Seine Liebste erhält täglich 2 Küsse und hat keinen Namen
Ist es ihnen aufgefallen? Bevor der 19-jährige Italiener Kimi Antonelli in seinen Formel-1-Mercedes steigt, vor einem Training oder vor einem Grand Prix, küsst er seinen Rennwagen. Was soll das?
Rennfahrer haben so ihre Marotten. Einige tragen eine Münze im Schuh (mit besten Grüssen an Sebastian Vettel), andere haben den Papst an Bord (gell, Sergio Pérez), wieder andere steigen grundsätzlich immer von der gleichen Seite in ihren Rennwagen. Und dann gibt es noch Kimi Antonelli. Der küsst vor einem Einsatz seinen Formel-1-Mercedes.
Vor dem GP-Wochenende von Ungarn hat der sechsfache GP-Sieger mit meiner Kollegin Giulia Toninelli von der Gazzetta dello Sport darüber gesprochen. Der Bologneser Teenager sagt: «Das ist wahr, ich küsse den Wagen jeden Tag, morgens und abends. Denn das Auto ist zwar ein Gegenstand, aber ich habe das Gefühl, eine Art spirituelle Verbindung zum Renner zu haben. Ich denke: Wenn ich sie gut behandle, wird sie es erwidern (im Italienischen ist das Rennauto weiblich, M.B.). Einen Namen habe ich ihr noch nicht gegeben, aber ich will ihr einen geben – mal sehen, welcher es basierend auf den Ergebnissen wird.»
Egal, was an diesem Wochenende passieren wird, Kimi geht als WM-Leader in die Formel-1-Sommerpause. Kimi grinst: «Naja, nicht schlecht, oder? Ich bin ganz entspannt und werde die Ferien mehr geniessen als letztes Jahr, weil ich weiss, dass ich mit dem Team in diesem ersten Teil der Saison fabelhafte Arbeit geleistet habe.»
«Ich habe keine Zweifel an meiner Zukunft und kann mich daher nur aufs Fahren konzentrieren. Ich merke aber, dass ich wirklich eine Pause brauche: Die Arbeit an dieser Saison begann am 3. Januar, es waren mehr als sieben Monate Vollgas, und ich muss etwas abschalten, mich amüsieren und an etwas anderes denken, um dann bestmöglich wieder einzusteigen. Auch wenn ich weiss, dass ich nach vier Tagen schon wieder genug habe.»
«Ich werde mit Freunden ein bisschen Boot fahren, und mein Vater wird auch dabei sein. Er wird für alle kochen und als DJ auflegen. Als Jugendlicher hat er in Clubs als DJ gearbeitet, um Geld fürs Rennfahren zu verdienen – sogar an Rennwochenenden –, und heute noch hat er Spass daran, Platten aufzulegen.»
Zur Action auf dem Hungaroring meint Kimi: «Ich gehe davon aus, dass Ferrari sehr stark sein wird, aber auch McLaren sollte gut abschneiden, denn sie haben ein wichtiges Upgrade mitgebracht.»
«Ich starte mit einem Nachteil, weil ich das erste Training ja auslasse – an meiner Stelle wird Frederik Vesti auf der Strecke sein, also werde ich etwas aufholen müssen. Wir sind nicht die Favoriten, aber das waren wir in Monaco auch nicht, und dann waren wir extrem stark.»
Was hat Kimi eigentlich nach seinem sechsten GP-Sieg in Belgien getan? Antonelli: «Am Abend bin ich nach Italien zurückgekehrt und habe das Fussball-WM-Finale angeschaut. Dann habe ich am nächsten Tag sehr viel geschlafen – ich glaube, ich bin erst gegen 14 Uhr aufgewacht. Doch am Montagabend war ich bereits wieder in England, um die Arbeit für das Rennen in Budapest vorzubereiten.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



