Chris Harris: «Smoli ist ein starker, fairer Fahrer»
Chris Harris machte mit seinem Sieg beim GP in Ostrowo einen großen Schritt nach vorne in der Langbahn-WM. Der Brite rangiert jetzt mit nur einem Punkt Rückstand auf die Spitze auf Platz 4.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Chris Harris auf dem Weg zum Langbahn-Weltmeister 2023? Gut möglich. Der 40-jährige Brite zeigte auf der Speedwaybahn im polnischen Ostrowo, dass mit ihm in diesem Jahr durchaus zu rechnen ist. Der vielbeschäftigte Speedway-Profi reiste erst spät mit dem Flieger aus Schottland kommend in Ostrów Wielkopolski an und hatte nach eigenen Angaben nur wenig Schlaf hinter sich.
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Aber da hatte sein Team schon ganze Arbeit geleistet und die Motorräder für die nur 372 Meter lange (kurze?) Bahn im schmucken Speedwaystadion vorbereitet. Doch gleich in seinem ersten Lauf kam "Bomber" Harris nicht an Martin Smolinski vorbei. In seinem zweiten Heat kam es noch schlimmer mit Platz 3 hinter Laufsieger Mika Meijer aus den Niederlanden und dem Dänen Kenneth Kruse Hansen. Sein dritter Vorlauf gelang dem Briten besser mit einem Sieg gegen den Tschechen Josef Franc.
Auch im vierten Vorlauf hatte Harris die Nase vorne. Jacob Bukhave (DK), Lukas Fienhage vom AC Vechta und ein insgesamt enttäuschender Romano Hummel (NL) hatten keine Chance gegen den Briten, dem das Speedway-Terrain sicherlich entgegenkam.
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Im letzten Vorlauf dann das Desaster mit einem Ausfall und null Punkten. Harris: "Ja, das war ein mechanisches Problem, der Gang wollte nicht rein. Aber die Jungs haben dann hart gearbeitet und das Problem in den Griff bekommen.“
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Der Umweg über das Last-Chance-Heat gelang Chris Harris dann mühelos. Er und Zach Wajtknecht konnten sich für das alles entscheidende Finale qualifizieren. Franc schied ebenso aus wie der Pole Stanislaw Burza, der später sein Karriere-Ende ankündigte und der junge Mika Meijer.
Das Finale sah anfangs den Olchinger Martin Smolinski vorne, doch der blieb fair, als Harris auf der Gegengerade innen durchstieß. "Smoli ist ein starker, aber auch sehr fairer Fahrer", lobte Harris später seinen deutschen Konkurrenten. Mit 21 WM-Punkten insgesamt 31 Zählern rückte Harris bis auf einen Punkt an den weiter führenden Tschechen Josef Franc, Martin Smolinski und Zach Wajtknecht (alle 32 Punkte) heran. Lukas Fienhage (25) auf Platz 5 ist noch in Reichweite der Spitze. Stephan Katt rangiert dagegen mit zehn Zählern auf WM-Platz 14. Für den Neuwittenbeker folgen aber noch Bahnen, die ihm sicher mehr liegen als die ultrakurze in Ostrowo.
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