Martin Smolinski war der überragende Fahrer beim Langbahn-GP in Vechta. Er siegte im Finale vor dem Briten Chris Harris und Lokalmatador Lukas Fienhage. Romano Hummel stürzte sehr schwer.
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Das war ein toller Grand Prix im Reiterwaldstadion zu Vechta. Die geschätzt 6000 Zuschauer sahen grandiosen Bahnsport mit tollen Zweikämpfen, einem überragenden Sieger Martin Smolinski, aber auch mit einem Sturz von Romano Hummel, der wohl letztlich glimpflicher endete, als anfangs gedacht. Der Niederländer stürzte in Lauf 9 und wurde vom nachfolgenden Jordan Dubernard am Kopf getroffen. Der Franzose konnte später weiterfahren, Hummel wurde ins Krankenhaus Quakenbrück gebracht, wo er intensiv-medizinisch behandelt wurde.
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Die zirka 540 m lange Sandbahn in Vechta war sehr glatt und bretthart. Martin Smolinski hatte anfangs so seine Probleme beim Start, aber der 39-jährige Olchinger zeigte von Beginn dieses tollen Rennabends unter Flutlicht an, dass er der Mann war, den es zu schlagen galt. Gleich in seinem ersten Lauf kam "Smoli" schlecht aus dem Band. Aber der führende Däne Kenneth Kruse Hansen, der drei Runden erbitterten Widerstand leistete, musste das Durchsetzungsvermögen des Olchingers zur Kenntnis und mit Platz 2 vorlieb nehmen. In Heat 6 das gleiche Bild, Smolinski Letzter in der ersten Kurve, KKH mit der Startnummer 333 vorne. Doch der Deutsche preschte durch das Feld und kassierte auch den Dänen in der letzten Runde ein.
Bis zum Ende der Vorläufe konnte nur Zach Wajtknecht den späteren Gesamtsieger einmal bezwingen. Der starke Brite hatte genau wie sein Landsmann Chris Harris und Smolinski am Ende der Vorläufe 19 Punkte auf dem Konto. Diese drei waren damit für das Finale qualifiziert.
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Lukas Fienhage vom Gastgeber AC Vechta, mit Elternhaus im nur wenige Kilometer entfernten Lohne, musste dagegen mit 13 Zählern ins Last-Chance-Heat. Doch mit der lautstarken Unterstützung seiner Fans von den Rängen und der beiden Stadionsprecher Lars Klimek und Phillip Schmuttermayr war der erst zwei Tage zuvor 25 Jahre alt gewordene Deutsche in diesem Entscheidungslauf nicht zu halten und fuhr mit großem Vorsprung auf den Briten Andrew Appleton den Sieg und die Finalteilnahme ein.
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Spätestens im Finale hatte Smolinski den schnellsten Weg aus den Startbändern gefunden. Der zweimalige Solo-Weltmeister auf der Langbahn führte das Feld als Erster in Kurve 1 und gab diese Führung trotz heftigster Bemühungen von "Bomber" Harris nicht mehr ab. Fienhage wurde umjubelter Dritter vor Wajtknecht und Appleton.
Max Dilger aus Lahr wurde am Ende Neunter. Die beiden Reservisten Mario Niedermeier und Timo Wachs kamen bei ihren Einsätzen auf zwei und einen Punkt. Im Rahmenprogramm fuhren Markus Venus/Markus Eibl vom RSC Pfarrkirchen mit 18 Punkten auf Platz 1 vor den Franzosen Guillaume und Baptiste Comblon (13), den Briten Mitch Godden/Paul Smith (12). Auf Platz 4 Markus Brandhofer/Sandra Mollema (11), Wilfred Detz/Bridget Portijk (NL, 5) und Oliver Möller/Sindy Viragos (1).
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Ergebnisse Langbahn-GP in Vechta (D): 1. Martin Smolinski (D); 19 Vorlaufpunkte. 2. Chris Harris (GB), 19. 3. Lukas Fienhage (D), 13. 4. Zach Wajknecht (GB), 19. 5. Andrew Appleton (GB), 12. 6. Hynek Stichauer (CZ), 12. 7. Kennenth Kruse Hansen (DK), 13. 8. Mathias Trésarrieu (F), 9. 9. Max Dilger (D), 8. 10. Jacob Bukhave (DK), 7. 11. Mika Meijer (NL), 7. 12. Jordan Dubernard (F), 4. 13. Romano Hummel (NL), 3. 14. Henri Ahlbom (FIN), 2. 15. Mario Niedermeier (D), 2. 16. Timo Wachs (D), 1. NS. Tero Aarnio (FIN). Langbahn-WM, Stand nach 4 von 5 GP: 1. Smolinski 80 Punkte 2. Fienhage 72 3. Harris 68 4. Wajtknecht 68 5. Appleton 30 6. Hummel 29 7. Kruse Hansen 28 8. Meijer 25 9. Meijerink 24 10. Stichauer 24 11. Trésarrieu 21 12. Dubernard 20 13. Bukhave 18 14. Katt 13 15. Riss 13 16. Aarnio 12 17. Goret 9 18. Ahlbom 9 19. Dilger 8 20. Härtel 8 21. Niedermeier 1 22. T. Wachs 0 23. F. Wachs 0 24. Spiller 0
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