Lewis Hamilton/Charles Leclerc (Ferrari): In Miami vor WM-Leader Mercedes?
Am 2./3. Mai geht es in Miami wieder um WM-Punkte: am Samstag beim Sprint, am Sonntag im Grand Prix. GP-Veteran David Coulthard traut Ferrari zu, dass die Italiener die Lücke zu Mercedes schliessen.
Die Formel-1-Fans müssen noch ein wenig durchhalten, dann geht die WM 2026 endlich weiter – mit dem Rennwochenende von Miami.
In Florida wird nach dem Sprintformat gefahren, will heissen: am Freitag, 1. Mai, mit nur einem Training, danach mit der Quali für den Sprint. Am Samstag, 2. Mai, dann der Sprint, gefolgt vom Abschlusstraining für den Grand Prix. Am 3. Mai schliesslich der vierte WM-Lauf der Saison, nach Australien, China und Japan.
Ferrari hat sich für das Rennwochenende in Amerika viel vorgenommen. Teamchef Fred Vasseur hatte noch in Japan festgehalten: «In Miami wird eine andere WM beginnen. alle werden Neuerungen nach Miami bringen, die Motorenhersteller werden Zeit haben, an Software-Updates zu arbeiten.»
«Aber wir sind nicht die Einzigen, die zwischen Japan und Miami hart arbeiten. Alle elf Teams im Feld sind mit Volldampf dabei, sich zu verbessern, und es wird für alle einen Schritt nach vorne geben. Es wird sich dann in den USA zeigen, wie sich das aufs Kräfteverhältnis in Florida auswirkt.»
In welchen Bereichen will Vasseur zulegen? Der Franzose weiter: «Überall. Wir müssen diesen Monat an jedem Thema arbeiten. Wir haben Probleme auf den Geraden, aber wir wissen, dass wir in dieser Hinsicht auf das ADUO warten müssen.»
ADUO steht für «Additional Development and Upgrade Opportunities». Der Autosport-Weltverband FIA hat sich hier ein Hintertürchen offengehalten: Wer beim Verbrenner um mindestens zwei Prozent hinter dem Klassenbesten liegt, darf am Motor arbeiten.
Wir wissen: Gut die Hälfte der Leistung der 2026er Antriebseinheiten kommt vom Verbrenner, die andere Hälfte von der Elektrik. Die Gesamtleistung beträgt plus-minus 1000 PS. Wer also beim Verbrenner 10 bis 20 PS hinten liegt, darf mehr machen, und zwar mit einem Upgrade 2026 und einem 2027. Ist der Power-Abstand zur Spitze grösser als im Bereich zwischen zwei und vier Prozent, dürfen sogar mehrere Upgrades vorgenommen werden.
Zurück zu Fred Vasseur: «Bei uns steht alles auf dem Prüfstand – Aerodynamik, Motor, Reifen, Abstimmung, jeder Aspekt. Wenn wir uns auf eine Komponente konzentrieren, verlieren wir den Anschluss.»
Der langjährige Formel-1-Fahrer David Coulthard sagt im Podcast Up to Speed: «Ich habe kürzlich in Monte Carlo Charles Leclerc getroffen und in Bezug auf Vasseurs Aussagen scherzhaft zu ihm gesagt: ‘Hey, Charles, ich rechne damit, dass du in Miami ganz oben auf dem Podium stehst!’ Er lachte nur verschmitzt. Ferrari scheint einige Verbesserungen vorbereitet zu haben.»
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