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Louis Christen weiß, wie man die Gespanne zurück zur Tourist Trophy bringt

Nach der Streichung der Seitenwagen aus dem Programm der diesjährigen Tourist Trophy meldet sich Louis Christen zu Wort. Der geniale Schweizer hat Vorschläge zur Lösung der Sicherheitsprobleme.

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Der furchterregende Trainingsunfall der vierfachen TT-Sieger Ryan und Callum Crowe, bei dem sich ihr Seitenwagen nach einem Sprung bei hoher Geschwindigkeit überschlagen hatte, löste eine Kettenreaktion aus. Zuerst wurden die Rennen der Gespanne aus Sicherheitsgründen aus dem Programm der Tourist Trophy gekippt und jetzt wurden die bei den Fans beliebten Seitenwagen-Rennen auch beim Southern 100 gestrichen.

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«Nach einem Zwischenfall, an dem ein Sidecar-Team während des dritten Qualifikationslaufs der Isle of Man TT Races 2026 beteiligt war, leitete die Rennleitung umgehend eine technische und operative Überprüfung ein, um die Umstände des Vorfalls sowie die weitere Teilnahme der Sidecar-Klasse an der Veranstaltung zu bewerten», hieß es danach in einem offiziellen Statement des Veranstalters.

«Im Anschluss an diese Überprüfung wurde beschlossen, die Sidecar-Klasse für den Rest der Isle of Man TT-Rennen 2026 auszusetzen. Diese Vorsichtsmaßnahme wurde im Interesse der Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer getroffen und spiegelt das Engagement der Rennleitung wider, bei jedem Vorfall alle Aspekte der Veranstaltungssicherheit und der operativen Durchführung zu überprüfen.»

Louis Christen analysiert die Umstände des Unfalls

Mit dem genialen Louis Christen – seine Konstruktionen haben in den letzten fünf Jahrzehnten die Seitenwagen-Szene nachhaltig geprägt und zwischen 1979 und 2025 36 Weltmeistertitel errungen – meldete sich jetzt ein Mann, der weiß wie die Physik den Bau eines Seitenwagens beeinflusst und dessen zu Wort in der Szene nach wie vor Gewicht hat.

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«Die Seitenwagen-Gemeinde ist verständlicherweise sehr enttäuscht über die Situation auf der Isle of Man. Ich persönlich kann die Entscheidung, die Gespannrennen aus Sicherheitsgründen abzusagen, nachvollziehen. Es hätte jedoch nicht so weit kommen müssen», verweist der Schweizer auf die Mitverantwortung der Organisatoren der Rennen um die Tourist Trophy bei der Erstellung des technischen Reglements.

«Die Organisatoren versuchten, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge durch eine Begrenzung der Motorleistung zu drosseln, ohne dabei gleichzeitig die Aerodynamik zu berücksichtigen. Infolgedessen konzentrierten sich einige Teams noch stärker auf die Aerodynamik. Das Ergebnis ist eine Karosserie, die zwar einen geringen Luftwiderstand aufweist, aber kaum den notwendigen Abtrieb erzeugt, um alle Sprünge auf der dem Snaefell Mountain Course zu meistern.»

«Zudem wurde die Beifahrerplattform nach hinten verlängert, damit sich der Beifahrer noch tiefer ducken kann. Das bedeutet jedoch, dass sein Gewicht, das nun weit hinter den Radachsen liegt, einen Hebeleffekt erzeugt, der die Belastung des Vorderrads verringert. Eine fast flache Unterbodenverkleidung, die das Fahrzeug bis auf die Räder vollständig abdichtet, wirkt dann wie ein Flügel, wenn sich die Fahrzeugfront auch nur geringfügig anhebt.»

Die Probleme können laut Louis Christen leicht gelöst werden

«Was jetzt zählt, ist eine Lösung, die so einfach wie möglich umzusetzen ist. Im Prinzip ist bereits alles vorhanden, was dafür nötig ist. Das LCR-Chassis sowie andere Chassis erfüllen alle Anforderungen, um das Fahrzeug aerodynamisch stabiler zu machen. Auch die passende Karosserie, wie sie vor Jahren überwiegend verwendet wurde, ist verfügbar.»

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«Die Vorschriften müssen jedoch unbedingt unter anderem folgende Maße enthalten: maximale Länge vor dem Vorderrad, maximale Länge vor dem Seitenwagenrad und maximaler Überhang der Karosserie und der Fahrgastplattform hinter dem Hinterrad.»

«Eine flache Unterbodenverkleidung ist nur unter dem Motor, dem Kühler, dem Kraftstofftank und der Fahrgastplattform zulässig. Diese Maßnahmen sind nicht unbedingt erschöpfend, stellen jedoch einen wichtigen ersten Schritt hin zu einer realistischen Lösung des Problems dar.»

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