Euro Moto Supersport
Jonas Folger hätte bei der Euro Moto in Most nichts gegen eine Überraschung
Mit der Ducati V4R vom Team Triple M will Lukas Tulovic seine Startnummer 1 verteidigen. Bei den herausfordernden Bedingungen in Most ist vor allem Fitness gefragt.
Bei den derzeit knackigen Temperaturen im Rahmen des dritten Euro Moto-Laufs im tschechischen Most war es Zeit für eine Erkundungs-Tour bei den Top-Piloten der Superbike-Klasse. Denn wo ein normaler Mensch schon bei normalen Bewegungen Schnappatmung und Schweißausbrüche kriegt, müssen die Piloten der Euro Moto Höchstleistungen bringen.
Lukas Tulovic vom Team Triple M Ducati Frankfurt ist nach dem Titelgewinn vom Vorjahr mit der Startnummer 1 unterwegs und hatte mit einem Doppelsieg beim Auftakt auf dem Sachsenring einen fulminanten Start in die neue Saison mit der neuen Panigale V4R. In Brünn dann eine eher mäßige Punkteausbeute, denn erst im zweiten Rennen lief alles wie es soll. Auf Platz 1 in der Tabelle ist er dennoch geblieben, doch die Konkurrenten, allen voran Macel Schrötter, haben mächtig aufgeholt.
Wie plant man bei den Bedingungen in Most Training, Superpole und Rennen. Alles wie immer oder gibt's spezielle Tricks, um das besser durchzuhalten?
Wie entscheidend wird im Rennen das Reifen Management sein?
Wie hält man sich fit, um an so einem Wochenende die entsprechende Leistung bringen zu können?
«Da müssen wir jetzt erst mal abwarten, wie warm es wirklich ist und auch wird», meinte Tulovic in Sachen Strategie kurz vor dem Start ins Most-Wochenende. «Ich habe mal die Wetterberichte angeschaut, da hieß es was von 33 Grad. Das geht ja noch. Es kommt auch drauf an, ob es ein schwüle oder eine trockene Hitze ist. Ob ein Wind geht, das macht immer noch einen großen Unterschied. Grundsätzlich brauchen wir viel Trainingszeit, gerade jetzt mit der neuen V4R. Da brauchen wir einfach jede Fahrzeit, um das Motorrad abzustimmen, auch nachdem wir wie zuletzt in Brünn die ganzen Probleme hatten. Da ist es wichtig, viel zu fahren und Kilometer zu sammeln. Dementsprechend würde ich tendenziell sagen, alles wie immer. Man kann natürlich als Fahrer Maßnahmen treffen, was die Ernährung, sowie die Vor- und Nachbereitung nach einem Turn angeht, um schnell wieder frisch zu sein und im Laufe eines Wochenendes nicht müde zu werden. Wichtig wird sein, viel zu fahren.»
«Das Reifenmanagement wird in Most, denk ich mal, eine sehr geringe Rolle spielen, weil wir da nur den SC1 fahren dürfen seitens Pirelli», erläutert er. «Die WM-Piloten dürfen ja auch den SC0 fahren, zumindest im Qualifying nutzen sie den. Im Rennen über die volle Distanz dann, soweit ich weiß, auch nur den SC1. Wir haben ja nur den SC1 und über 16 Runden Renndistanz in Most sollte das kein Problem sein.»
«Natürlich muss man körperlich fit sein», betont der Ducati-Pilot abschließend. «Und top trainiert. Wichtig ist, sich auch bei den Bedingungen zu akklimatisieren und dann wird sich am Wochenende zeigen, wer seine Hausaufgaben gemacht hat und wer nicht.»
1. 79 Punkte #1 Lukas Tulovic (D), Ducati
2. 74 Punkte #23 Marcel Schrötter (D), BMW
3. 67 Punkte #28 Markus Reiterberger (D), BMW
4. 49 Punkte #85 Twan Smits (NL), Yamaha
5. 48 Punkte #44 Kevin Orgis (D), BMW
6. 47 Punkte #66 Florian Alt (D), Honda
7. 34 Punkte #87 Lorenzo Zanetti (I), Ducati
8. 31 Punkte #56 Toni Finsterbusch (D), BMW
9. 29 Punkte #38 Hannes Soomer (EST), BMW
10. 24 Punkte #54 Soma Görbe (HU), BMW
11. 23 Punkte #5 Jan Mohr (A), BMW
12. 17 Punkte #14 Jan-Ole Jähnig (D), BMW
13. 12 Punkte #45 Leon Orgis (D), BMW
14. 7 Punkte #6 Marco Fetz (D), BMW
15. 7 Punkte #55 Milan Merckelbagh (NL), BMW
16. 6 Punkte #71 Christoph Beinlich (D), BMW
17. 4 Punkte #52 Patrick Hobelsberger (D), Honda
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