Marc Marquez: «Werde meine Karriere eher wegen meines Körpers beenden!»
Mit dem Gewinn des WM-Titels im letzten Jahr hat MotoGP-Ass Marc Marquez ein großes Ziel erreicht. Wenn der Tag kommt, könne er zufrieden zurücktreten. Bis dahin will er weiterhin 100 Prozent geben.
Marc Marquez hat nach seiner vierjährigen Verletzungsmisere bei Gresini Ducati 2024 einen Neuanfang gewagt. Der Wechsel von seinem langjährigen Arbeitgeber Honda, mit dem er sechs MotoGP-Titel gewann, zum italienischen Hersteller erwies sich als goldrichtig. In seinem ersten Jahr auf Ducati erzielte Marquez drei GP-Siege und ein Sprint-Sieg sowie weitere 16 Podestplätze. Sein erstes Jahr mit der Desmosedici beendete Marquez auf Gesamtrang 3. 2025 wurde er dann im Ducati-Werksteam überlegen Weltmeister.
Was wäre gewesen, wenn sein Plan nicht aufgegangen wäre? «Ich hätte mich zurückgezogen, wenn ich keine andere Wahl gehabt hätte, aber ich wäre nicht zu 100 Prozent zufrieden gewesen. Ich hätte meinen Frieden damit gehabt, weil ich es versucht hätte, auch wenn es nicht geklappt hätte, aber ich wäre nicht zu 100 Prozent zufrieden in den Ruhestand gegangen», betonte Marquez im Interview mit den Podcastern «Imagin» und «Tengo un Plan». «Jetzt, wenn die Zeit gekommen ist, werde ich in Frieden und zufrieden zurücktreten können, aber solange ich aktiv bin, werde ich weiterhin 100 Prozent geben.»
Marc Marquez: «Ich weiß genau, dass mein Arm nicht mehr das ist, was er einmal war»
Dass es für Marquez noch einmal für ganz vorne reicht, war für den Ausnahmekönner alles andere als klar – vor allem, weil er körperlich nicht mehr auf demselben Niveau sei. «Ich habe daran gezweifelt, dass ich wieder schnell fahren könnte, weil ich mich von einer schweren Verletzung erholt habe. Ich weiß ganz genau, dass mein Arm nicht mehr das ist, was er einmal war», so der 33-Jährige. «Tatsächlich war eines der Dinge, die mir am meisten geholfen haben, der Versuch, meine linke Seite nicht mit meiner rechten zu vergleichen; ich gebe einfach mit beiden Seiten 100 Prozent.»
Marquez betonte in diesem Jahr mehrfach, dass er über 2026 hinaus mit Ducati Lenovo weitermachen möchte. Knackpunkt sei, ob es ein Einjahres- oder Zweijahresvertrag wird. Solange sich der neunfache Champion nicht zu 100 Prozent fit fühlt, wolle er keinen Vertrag unterschreiben. Irgendwann in der Zukunft ist es dann auch für einen Marc Marquez an der Zeit, den Helm an den Nagel zu hängen. «Mir ist bewusst, dass dieser Moment (der Rücktritt) immer näher rückt», so der Spanier. «Es ist ein Satz, den ich in der Vergangenheit oft verwendet habe und der nach wie vor gilt: Ich werde so lange weitermachen, wie mein Körper mitmacht, und ich habe vor, so lange weiterzumachen, wie das der Fall ist. Ich weiß, dass ich meine Karriere eher wegen meines Körpers beenden werde als wegen meines Geistes oder meines Wunsches, weiterzumachen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach