Agius (Intact GP): Tribut an verstorbenen Crew-Chief brachte kein Glück
Moto2-Ass Senna Agius (Intact GP) hatte in Misano eine schöne Überraschung für den verstorbenen Crew-Chief Roberto Lunadei vorbereitet, konnte diese jedoch nicht auf dem Podium präsentieren.
Der Australier Senna Agius war der große Pechvogel des Moto2-Rennens in Misano, nachdem er bereits in der ersten Kurve vom übermotivierten Spanier Angel Piqueras abgeräumt worden war. Bitter: Pole-Setter Agius hatte den Speed, um den Sieg zu holen. «Die positiven Aspekte dieses Wochenendes überwiegen das, was am Sonntag passiert ist, denn es bleibt keine Zeit, wütend und verärgert über das Geschehene zu sein», meinte der 21-Jährige im Nachgang. «Diese Einstellung werde ich mit ins FP1 in Österreich nehmen und dort so weitermachen, wie wir hier aufgehört haben. Das ist meine Einstellung für den Rest der Saison, und wir werden jederzeit unser Bestes geben, um so viele Punkte wie möglich wieder aufzuholen.»
Der angehende MotoGP-Pilot Agius – er könnte einen Tag nach dem Event auf dem Red Bull Ring in Spielberg beim dortigen Pirelli-Test bereits eine KTM Tech3 steuern –, hatte sich eigens für Misano eine emotionale Hommage an seinen verstorbenen Crew-Chief Roberto Lunadei ausgedacht.
Agius hatte in wenigen Monaten eine sehr innige Beziehung zum leidenschaftlichen Italiener aufgebaut. Deswegen trat er in Misano im Rennen mit einem Spezial-Helmdesign seiner Marke LS2 auf, das die gesamte Geschichte seiner Zusammenarbeit mit dem Italiener darstellte. Lunadei war im Frühling bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Feuerwerk und Erinnerungsfotos
«Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich auf meinem Helm bei seinem Heim-Grand-Prix an Roby gedenken kann und wie ich ihn stolz machen könnte. Ich hatte diese Idee seit einigen Monaten, habe mir überlegt, wie ich das auf dem Helm ausdrücken soll. Das Design ist geprägt von Feuerwerken, das soll seinen Charakter darstellen. Man wusste oft nicht, was man bekommt. Er war immer gut – er war ein lebendes Feuerwerk, ein echt italienisches Feuerwerk», beschrieb Agius seinen ehemaligen Crew-Chief.
Auf dem Helm sind auch Fotos zu sehen, die wie eine Filmrolle dargestellt sind. «Eines der Fotos zeigt auch einen eigenen Sieg von Roby in Vallelunga vor vielen Jahren. Dann gibt es noch ein paar schöne Fotos von unserem ersten Sieg und unserem ersten gemeinsamen Arbeitstag», erklärte Agius. «Wir hatten eine spezielle Verbindung: Als wir uns trafen, konnte er kaum Englisch, mein Italienisch hat sich leider nicht verbessert – sein Englisch jedoch definitiv. Unsere Verbindung wurde sehr eng. Es ist traurig und ich will deswegen an ihn erinnern – ich denke, das ist uns ganz gut gelungen.»
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