Sprit reichte fast nicht – Fernandez hatte dasselbe Problem wie Quartararo
Raul Fernandez (Trackhouse) hatte im MotoGP-Rennen in Misano alle Hände voll zu tun, um mit seiner Aprilia ins Ziel zu kommen. Wie bei Quartararo (Yamaha), wäre auch ihm fast der Sprit ausgegangen.
Während Aprilia-Ass Marco Bezzecchi beim gesamten MotoGP-Wochenende in Misano einen unglaublichen Speed hatte und bis zu seinem Ausfall im Grand Prix in allen Sessions zusammen mit Marc Marquez (Ducati) den Ton angab, war Raul Fernandez nicht dazu in der Lage, ganz vorne mitzukämpfen. Im Qualifying reichte es für den Trackhouse-Piloten nur für den zehnten Startplatz. Im Sprintrennen überquerte er die Ziellinie hinter Pedro Acosta (KTM) auf Rang 7.
Im Grand Prix konnte sich Fernandez, was die Pace angeht, nicht steigern. Am Ende wurde er mit 18,252 Sekunden Rückstand auf Sieger Marc Marquez Sechster. Mehr war nicht drin, er hatte mit seiner RS-GP im Rennen über 27 Runden gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen.
«Das Rennen war für mich mental herausfordernd. Am Samstag wussten wir nach dem Sprint, dass uns am Sonntag der Vorderreifen Sorgen bereiten würde. Es hat dann aber auch mein Hinterreifen überhitzt und ich musste darauf achten, dass der Treibstoff bis zum Ende des Rennens reicht», zählte der Spanier auf. «Ab der zweiten oder dritten Runde habe ich angefangen, das zu managen. Das war sehr schwierig, denn wir hatten nicht erwartet, dass der Sprit so knapp werden würde. Zur Mitte des Rennens wusste ich nicht, wo ich Treibstoff sparen könnte. Für mich war es deshalb mental schwierig. Ich musste überleben und auf die Reifen und den Spritverbrauch achten.»
Fernandez: «Ursache lag im Qualifying»
Fernandez analysierte nach dem Rennen, weshalb er überhaupt in diese Lage kam. «Ich denke, dass die Ursache dafür im Qualifying lag. Denn wenn du dich im Rennen vorarbeiten und so pushen musst – in den ersten drei oder vier Runden habe ich viel Benzin verbraucht sowie Vorder- und Hinterreifen auf der rechten Flanke stark beansprucht, um zu überholen. Das war der Schlüssel in meinem Rennen. Wie auch immer, in derartigen Rennen musst du das Maximum aus dem Bike herausholen. Mit dem Resultat bin ich ganz zufrieden, nicht aber mit meiner Pace und wie ich mir das Rennen einteilen musste. Es Teil des Prozesses. In vier Tagen werde ich wieder auf dem Motorrad sitzen und wir starten von null.»
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