Joel Smets über Längenfelder: «Platz 5 ist weit von unserem Ziel entfernt»
Nach Magenproblemen und Fieberattacken konnte Simon Längenfelder (KTM) nicht zum Saisonfinale im australischen Darwin starten und damit fiel er im Gesamtklassement noch auf Platz 5 zurück.
Niemand weiss es besser als der fünffache Weltmeister Joel Smets: Einen WM-Titel zu gewinnen, ist schon sehr schwierig, ihn zu verteidigen, ist aber um ein Vielfaches schwieriger. 1995 holte der Belgier seinen ersten WM-Titel in der 500er Klasse. 1997, 1998, 2000 und 2003 wiederholte er diesen Erfolg und machte sich damit unsterblich. Heute ist Smets der Teamchef von Simon Längenfelder im Red Bull KTM-Werksteam. Bis zuletzt bestand die Hoffnung, dass Simon Längenfelder die MX2-WM noch auf dem Podium beendet, doch am Ende wurde es für den Deutschen ein für ihn enttäuschender 5. Platz.
WM-Rang 5 für Simon Längenfelder
Gerechterweise muss man allerdings feststellen, dass ein 5. Platz in der WM eine herausragende Leistung ist und bleibt, aber nach einem WM-Titel erscheint ein 5. Platz eben doch wie ein Rückschritt. «Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden», sagte der erfolgreichste Crosser aller Zeiten, Stefan Everts. Und genau das ist passiert: Hatte Guillem Farres vor Saisonbeginn wirklich jemand auf dem Zettel? Die Unvorhersehbarkeiten des Sports sind das Salz in der Suppe. Genau das macht den Sport so interessant. Wir haben mit Simon mitgefiebert und und uns über seine Erfolge gefreut und deshalb ist und bleibt er für den deutschen Motocross-Sport ein großes Vorbild.
Magenprobleme und Fieber
Am Samstag vor dem Saisonfinale in Darwin (Australien) bekam Simon, der schon in der Türkei über Magenprobleme klagte, auch noch hohes Fieber. Er konnte nicht antreten und musste tatenlos zuschauen, wie ihn Liam Everts im letzten Rennen noch von WM-Rang 4 verdrängte.
Simon verfügt über Talent und Kondition und überhaupt alles, was er braucht.Joel Smets
Das Fazit der Saison 2026
Dennoch ist die Enttäuschung von Joel Smets nachvollziehbar: «Die MX2-WM war hart, weil Simon über das Talent, die Kondition und überhaupt alles verfügt, was er braucht, um Meisterschaften zu gewinnen», erklärte er nach dem Rennen. «Obwohl die Saison gut begann, gab es nach der sechsten oder siebten Runde einen Einbruch, den wir uns immer noch nicht erklären können. Wir haben versucht, den Trend umzukehren, aber Platz 5 war weit von unserem Ziel entfernt. In der MXGP haben wir mit Andrea Adamo auch einen 5. Platz erreicht, aber mit einem Rookie und das fühlt sich wie ein Sieg an. Wir haben die Entscheidung getroffen, in diesem Jahr einen Prototyp zu fahren und waren sehr konsequent. Wir hatten keine sensationellen Höhenflüge, aber auch keine Tiefschläge. Wir haben viel gelernt und wir sind auf jeden Fall für das kommende Jahr bereit.»
MX2 oder MXGP?
Für Simon steht jetzt die Entscheidung an, ob er im kommenden Jahr in die MXGP wechselt, oder noch ein Jahr in der MX2 dranhängt. Hätte er seinen WM-Titel von 2025 verteidigt, hätte er aufsteigen müssen. So hat er nun die Wahl.
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