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Lommel: Herlings und Jonass (KTM) auf Pole

Erst auf den letzten Metern konnte sich der holländische Sandspezialist Jeffrey Herlings gegen seinen KTM-Teamkollegen Antonio Cairoli durchsetzen. Max Nagl (Husqvarna) zog den 'holeshot' und qualifizierte sich auf P6.

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Vom 'Train' (dem Zug), von dem Husqvarna-Team-Manager Antti Pyrhönen gerne spricht, war nach dem Start zum Qualifikationsrennen zum Großen Preis von Belgien in Lommel nicht viel zu sehen.

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Mit einer Ausnahme: Max Nagl. Der deutsche Noch-Husqvarna-Werksfahrer gab die einzig mögliche Antwort auf seine Entlassung aus dem Factory-Team auf der Strecke.

Er katapultierte sich zum 'holeshot' und führte in der Anfangsphase des Qualifikationsrennens. Als sich Cairoli und Gajser näherten, fuhr Nagl taktisch und leistete nicht viel Gegenwehr, denn auf der durch heftige Regenschauer total zerbombten Strecke waren Fehler fast unvermeidlich. Nagl weiß, dass für einen guten Startplatz im Wertungsrennen nicht entscheidend ist, ob man Erster oder Sechster ist.

Mit Rang 6 sicherte er sich für morgen eine ausgezeichnete Basis für den 14. Lauf zur Motocross-WM in der Sandhölle von Lommel.

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Von Nagls Factory-Kollegen, Gautier Paulin und Max Anstie war in Lommel auf den Rängen 11 und 12 nicht viel zu sehen.

An der Spitze schien zunächst WM-Leader Antonio Cairoli (KTM) sein eigenes Süppchen kochen zu können. Doch in seinem Gefolge kochten noch Andere! Allen voran Jeffrey Herlings. Er prügelte seine KTM derart heftig durch den Tiefsand, dass er seine Umgebung nur noch in dichte Sandwolken einhüllte, später sogar in ein Wasserdampf-Sand-Gemisch. Nach der Hälfte des Rennens qualmte seine Motor wegen Überhitzung. 'Weniger Kupplung' zeigten ihm die Mechaniker von der Box aus an. Doch das half nichts. 'The Bullet' suchte gezielt Linien durch die tiefen Wasserpfützen, um seine überhitzte Maschine abzukühlen. In der letzten Runde hatte der Holländer Cairoli erreicht und schob sich mit einem entschlossenen Manöver vorbei in Führung.

Bei diesem Duell ging es ums Prestige. Die Tatsache, dass jemand Anderes im Sand schneller sein könnte, scheint für 'The Bullet' eine schier unerträgliche Vorstellung zu sein. Das Risiko, dass auf den letzten Metern der wie eine Dampflok qualmende Motor hochgehen könnte, ging der Holländer bewusst ein. Er drehte weiterhin den Gashahn bis zum Anschlag auf und gewann am Ende die Qualifikation nach einem spannendem Duell.

Eingehüllt in die Nebelwolke seines Aggregats gab er sein Siegerinterview: "Wir müssen für morgen wohl noch ein paar Dinge ändern", grinste der ansonsten zufriedene Herlings.

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Mit Stefan Ekerold versuchte sich in Belgien ein weiterer deutscher Starter. Lommel gilt ja unter normalen Bedingungen schon als eine der schwierigsten Strecken. Nach den Regengüssen am Vormittag war die Mission Lommel aber nochmals härter – zumal für einen WM-Einsteiger. In der 6. Runde musste der Suzuki-Pilot aufgeben, was für ihn aber dennoch Qualifikationsrang 33 bedeutete.

Ergebnis Qualifying, Grand-Prix of Belgium, MXGP (Zielankunft):

1. Jeffrey Herlings (NED), KTM

2. Antonio Cairoli (ITA), KTM

3. Arminas Jasikonis (LTU), Suzuki

4. Tim Gajser (SLO), Honda

5. Romain Febvre (FRA), Yamaha

6. Max Nagl (GER), Husqvarna

7. Jeremy van Horebeek (BEL), Yamaha

8. Glenn Coldenhoff (NED), KTM

9. Clement Desalle (BEL), Kawasaki

10. Kevin Strijbos (Suzuki)

11. Gautier Paulin (FRA), Husqvarna

12. Max Anstie (GBR), Husqvarna

13. Evgeny Bobryshev (RUS), Honda

14. Tanel Leok (EST), Husqvarna

15. Priit Ratsep (EST), Honda

16. Arnaud Tonus (SUI), Yamaha

17. Harri Kullas (FIN), Husqvarna

18. Sven van der Mierden (NED), Husqvarna

19. Filip Bengtsson (SWE), KTM

20. Cyril Genot (BEL), KTM

...

33 (DNF). Stefan Ekerold (GER), Suzuki

Jasikonis strafversetzt

An der Suzuki von Arminas Jasikonis wurde nach der Zielankunft eine Lautstärkemessung durchgeführt, die nicht bestanden wurde. Daraufhin wurde Jasikonis um 5 Plätze strafversetzt, von Rang 3 auf Rang 8.

Ergebnis Qualifying, nach der technischen Kontrolle, MXGP:

1. Jeffrey Herlings (NED), KTM

2. Antonio Cairoli (ITA), KTM

3. Tim Gajser (SLO), Honda

4. Romain Febvre (FRA), Yamaha

5. Max Nagl (GER), Husqvarna

6. Jeremy van Horebeek (BEL), Yamaha

7. Glenn Coldenhoff (NED), KTM

8. Arminas Jasikonis (LTU), Suzuki

9. Clement Desalle (BEL), Kawasaki

10. Kevin Strijbos (Suzuki)

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Paus Jonass (KTM) unantastbar

Vor dem Start zum MX2-Qualifying gab es einen heftigen Regenschauer. Bereits auf der Startgeraden bildeten sich tiefe Pfützen.

Jorge Prado (KTM) gewann den Start und führte bis zum Ablauf der Renndistanz von 20 Min. WM-Leader Pauls Jonass (KTM) startete unter den Top-4, teilte sich seine Kräfte clever ein und blies erst am Ende zum Angriff. Prado leistete seinem Teamkollegen - wie gewohnt - nicht viel Gegenwehr. Der Spanier musste am Ende noch Paturel und Seewer ziehen lassen.

Die beiden deutschen Starter, Brian Hsu und Henry Jacobi (Husqvarna), qualifizierten sich bei den schwierigen Bedingungen auf den Plätzen 11 und 12.

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Ergebnis Qualifying, Grand-Prix of Belgium, MX2:

1. Pauls Jonass (LAT), KTM

2. Benoit Paturel (FRA), Yamaha

3. Jeremy Seewer (SUI), Suzuki

4. Jorge Prado (ESP), KTM

5. Thomas Kjer-Olsen (DEN), Husqvarna

6. Hunter Lawrence (AUS), Suzuki

7. Julien Lieber (BEL), KTM

8. Conrad Meewse (GBR), Husqvarna

9. Ben Watson (GBR), Husqvarna

10. Jago Geerts (BEL), KTM

11. Brian Hsu (GER), Husqvarna

12. Henry Jacobi (GER), Husqvarna

13. Brent van Doninck (BEL), Yamaha

14. Bas Vaessen (NED), Suzuki

15. Jed Beaton (AUS), Honda

16. Ken Bengtson (SWE), Yamaha

17. Thomas Covington (USA), Husqvarna

18. Michelle Cervellin (ITA), Honda

19. Guiseppe Tropepe (ITA), Husqvarna

20. Brian Bogers (NED), KTM

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