«Demolition Derby»-Zeittraining in Austin endete mit Marc-Marquez-Bestzeit
In Austin ging ein spektakuläres MotoGP-Zeittraining über die Bühne mit dem besten Ausgang für Texas-Experte Marc Marquez. Ai Ogura brauste auf Platz 2. Fast das halbe Feld ging in Texas zu Boden.
KTM lieferte zunächst die Überschriften der MotoGP in Austin. Nachdem Pedro Acosta auf der RC16 die Bestzeit im freien Training herausgefahren hatte, verkündete das Tech3-Kundenteam das vorzeitige
Wieder dabei im einstündigen Zeittraining ab 15 Uhr Ortszeit – Marc Marquez. Nach einem Crash mit fast 200 km/h in der berüchtigten Kurve 10 hatte der Champion nicht nur seiner Mannschaft einen Riesenschreck zugefügt. Doch Marquez kam zurück, beendete den Auftakt in Austin als Vierter und ging ohne schwere Blessuren ins Zeittraining.
Die Session bei äußerlich sehr guten Bedingungen begann mit gleich drei Marshall-Einsätzen. Nach nicht einmal fünf Minuten mussten die Bikes von Fabio Di Giannantonio, Jorge Martin und Enea Bastianini geborgen werden. Die Piloten blieben allesamt unversehrt. Damit nicht genug. Während Vorjahressieger Bagnaia eine erste Bestmarke aufstellte, schepperte es weiter im Minutentakt. Franco Morbidelli crashte in Kurve 1, dann erwischte es Pedro Acosta und Ai Ogura (Trackhouse) im letzten Sektor.
Nach 15 Minuten war das Bild auf den Zeitenmonitoren entsprechend neu sortiert. Bagnaia, Acosta, Alex Marquez, Luca Marini, Johann Zarco und Marc Márquez, so die Top-6 der Königsklasse. Mit Raul Fernandez und Jorge Martin waren dahinter zwei weitere Aprilia-Piloten notiert. Erst auf Platz 11 tauchte im ersten Drittel der Session der WM-Führende Marco Bezzecchi auf. Ganz hinten nach der ersten. Große Zeitenwelle: Rookie Razgatlioglu, Miller und die gestürzten Bastianini und Di Giannantonio.
Kurz vor der Halbzeit gingen erneut die gelben Flaggen hoch. Toprak Razgatlioglu hatte sich bei Bezzecchi angehängt, doch das Tempo war zu hoch. Während dich der Türke auf Rang 4 verbesserte, rutschte «El Turco» aus. Für Bezzecchi war es der Auftakt zu einer Serie schneller Runden. «Bezz» steigerte sich erst auf 3, dann mit einer 2:02,2 min auf 2.
Bemerkenswert: Razgatlioglu hatte sich sofort wieder auf den Weg gemacht und war unbeeindruckt nur drei Minuten später auf Platz 14.
Dann zeigte sich erneut die Stärke von Aprilia. Das Trackhouse-Duo steigerte sich auf 2 und 4, damit waren erneut drei RS-GP in den Top 5. Doch damit war erst die Hälfte der Session beendet, bei der es um die Definition der zehn Q2-Teilnehmer geht. Auf dem Schleudersitz zur Mitte der sehr wichtigen Einheit: Austin-Spezialist Marc Marquez. Besser wurde es zunächst nicht für die Familie Marquez, denn auch Alec Marquez war zu Boden gegangen.
Dann wendete der Champion auf bereits gebrauchten Reifen das Blatt. 2:02,066 min – Platz 1 für Marc Marquez mit 25 Minuten auf der Uhr. Zum Vergleich: Im Q2 vor einem Jahr hatte sich «MM93» mit einer 2:01,088 min die Pole geholt. Platz 1 blieb dem Spanier keine zehn Minuten. Fabio Di Giannantonio drehte auf der VR46-Ducati die erste Runde unter 2:02 min.
Kurzzeitige Italo-Dreifachführung
Weiter ging es mit Ansagen aus dem Lager der Italiener. Nichts anderes als eine Knallerrunde gelang WM-Leader Marco Bezzecchi. Der Aprilia-Held fuhr über eine halbe Sekunde schneller als «Diggia». Als aus dem Nichts Luca Marini und Enea Bastianini nachlegten, hatte Italien eine Dreifachführung. Als Pedro Acosta nur 0,002 sec auf Bezzecchi verlor, war die heiße Phase endgültig da. Auf dem Circuit of the Americas überschlugen sich die Sektor-Bestzeiten. Wieder war es Fabio Di Giannantonio, der den Champion von P1 schob.
Bezzecchi, Acosta, Martin, Bagnaia, sogar Aldeguer versuchten vielversprechend, sich Platz 1 zu schnappen. Doch die Antwort über die COTA-Regentschaft lieferte Marc Marquez Mit der ersten Runde unter 2:00-min-Runde stellte die Nummer 93 die Verhältnisse klar. Doch es wurde noch einmal eng, denn zur Freude des US-Trackhouse-Teams verpasste Ai Ogura Platz 1 nur um fünf Hundertstel. Dahinter Di Giannantonio, Bezzecchi, Alex Márquez und die beste KTM unter Pedro Acosta. Auch Pecco Bagnaia konnte nach Platz 8 aufatmen.
Das letzten der hart umkämpften zehn Q2-Tickts holte sich KTM-Tech3-Pilot Bastianini.Bitter lief wieder einmal aus Yamaha-Sicht: M1-Pilot war Fabio Quartararo auf Platz 15, Toprak Razgatlioglu rutschte auf 18 ab. Von der Dominanz nur einer Marke kann nach Tag 1 in Austin keine Rede sein. Direkt für das Q2 qualifizierten sich vier Ducati-, drei Aprilia-, zwei KTM- und ein Honda-Pilot (Marini auf Platz 9).
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