Euro Moto Sportbike • Neu
Euro Moto Brünn: Jakob Rosenthaler regiert in der Sportbike-Klasse
Vier Jahre musste der BMW-Pilot auf einen weiteren Sieg in der ehemaligen IDM und jetzigen Euro Moto Superbike warten. In Brünn wendete sich das Blatt, 25 Zähler für Reiterberger.
Nach dem ersten Rennen dürften in den Boxen der Euro Moto Superbike-Piloten vor allem bei den Fahrwerks- und Reifen-Techniker die Gehirnwindungen geglüht haben. Denn schon bei den kühleren Temperaturen am Vormittag machten die weichen Reifen auf dem neuen Asphalt von Brünn sichtbar schlapp. Bei dem einen weniger, bei anderen, wie zum Beispiel Markus Reiterberger, ein wenig mehr.
Auf der Pole-Position nahm erneut Marcel Schrötter vom Team GERT56 Platz. Der hatte sich im ersten Brünn-Rennen seinen ersten Sieger-Pokal sichern können. Neben ihm brachten sich Florian Alt mit der HRP-Honda und Markus Reiterberger vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW in Stellung. Reihe 2 war das kurze Zuhause von Leon Orgis, Twan Smits und Lorenzo Zanetti. Alt hatte über die Mittagspause noch die Kupplung an seiner Honda auf Vordermann bringen lassen.
Schrötter und Reiterberger kam am besten weg und nach einem kurzen Gemenge setze sich Reiterberger an die Spitze. Hinter ihm reihten sich die Kollegen ein. Florian Alt war mittendrin in der Spitzengruppe und bekam es in der zweiten Runde schon mit Lukas Tulovic zu tun, der sich herzhaft an Twan Smits vorbeigebremst hatte. Als sich der Ducati-Pilot von seinem niederländischen Schatten befreit hatte, musste wenig später auch Alt dran glauben und Tulovic konnte die Verfolgung von Schrötter und Reiterberger aufnehmen. Alt wurde derweil noch zur Beute der zweiten Ducati im Feld, pilotiert von Lorenzo Zanetti. Wenig später wurde der Honda-Pilot auch von Yamaha-Kollege Smits einkassiert.
An der Spitze pendelten sich die Fahrer bei tiefen 1.58er-Zeiten und die jeweiligen Abstände bei einer halben Sekunde ein. Leon Orgis wurde das erste Opfer in Sachen Kiesbett. Der BMW-Pilot feuerte sein Motorrad zum zweiten Mal ins Aus und ärgerte sich sichtbar. Fünf Runden vor Schluss saugte sich Tulovic an das Hinterrad von Schrötters BMW an und setzte aus der Startkurve sein von Erfolg gekröntes Überholmanöver beim Bayer. Damit hatte Tulovic mit acht Zehntel Rückstand nur noch den führenden Reiterberger vor der Nase.
Reiterberger verteidigt seinen Vorsprung verbissen, während sich Schrötter irgendwelche Aktionen sparte. Zwei Runden vor Schluss merkte man bei Markus Reiterberger wieder das Nachlassen der Reifen und Tulovic erhöhte die Druck-Kulisse auf den Führenden immens. Dessen Vorsprung war auf zwei Zehntel geschrumpft. Vor allem auf der Zielgeraden kam Tulovic beängstigend nahe, musste aber in der letzten Runden auch mal weit gehen. Reiterberger wehrte sich mit allem, was er hatte und ließ Tulovic nicht nah genug ran, um zuschlagen zu können.
Danke an alle fürs Kommen.Markus REITERBERGER
Mit letzter Kraft ballerte Reiterberger als Sieger über die Ziellinie. Seinem ersten seit der Saison 2022. Auch wenn es nur Rang 2 für den Doppelsieger von Sachsenring wurde, dürfte die Erleichterung bei Lukas Tulovic groß gewesen sein. Marcel Schrötter hatte nach hinten Luft und fuhr ansatzweise gemütlich auf einen dritten Rang.
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