Crash-Pilot Aldeguer (Ducati): Drei Stürze, drei Punkte und eine Operation
2025 wurde das Ferienparadies Lombok für Fermin Aldeguer auch großen zum Rennfahrer-Paradies. Zwölf Monate später verließ der junge Spanier Indonesien ohne zählbare Erfolge und mit gebrochenen Hand.
Bereits der Auftakt zum diesjährigen Indonesien-GP verlief für Fermin Aldeguer nicht nach Plan. Sowohl am Vormittag als auch im Zeittraining rutschte der Vorjahressieger von der Strecke und verpasste den direkten Q2-Einzug. Am Samstag trat der jüngste Racer der Königsklasse wie verwandelt auf. Mit Bestzeit im Q1 zog die Nummer 54 und wirbelte im entscheidenden Qualifying auch in der Elite mit. Nach Startplatz 6 schien die Welt wieder in Ordnung zu sein.
Beim MotoGP-Sprint kam der Gresini-Youngster aber nicht weiter nach vorne. Mit Platz 7 hinter Boxennachbar Alex Marquez blieb nicht mehr als ein Achtungserfolg. Bitter auch: Nun fuhr der zukünftige VR46-Athlet hinter Rivale und Nachbar Pedro Acosta – 2025 hatte Adeguer den KTM-Piloten klar abgehängt.
Doch der Tiefpunkt des Indonesien-GP stand noch aus. Aldeguer war famos gestartet und nach einer Runde bereits auf 4. Nicht weniger hatten eine Wiederholungstat des 22-Jährigen im Sinn. Doch statt einer Aufholjagd in Richtung Podest wurde es Sturz Nummer 3 und der elfte der Saison 2026. Trotz des vergleichsweise harmlosen Ausrutschers in Kurve 16 war das Event schon in Runde 2 vorbei.
Wie Gresini Racing nur wenig später bestätigte, brach sich Fermín Aldeguer bei dem Crash die rechte Hand. Eine Operation in der spanischen Heimat wurde bereits in den Terminkalender geschrieben. Dort ist Aldeguer gut bekannt. Nach dem Assen-GP musste der Südspanier mit einem Wirbelbruch lange pausieren. Damit ist unklar, ob das Team von Nadia Padovani in zwei Wochen in Australien mit der Stammbesetzung antreten wird.
Nach dem Misserfolg 2026 ist nun der letzte Top-10-Rang in der WM-Tabelle in Gefahr. KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini, der in Mandalika auf Platz 10 einlief, rückte bis auf drei Zähler heran. Besser lief für Alex Marquez, der die zweite Gresini-Ducati heil und auf Platz 7 zurückbrachte.
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