Ai Ogura: Heimlicher Aprilia-Sieger und doch nicht begeistert nach Platz 4
Das Ergebnis sagte nicht viel über das Erfolgserlebnis aus – doch nach Platz 4 im Indonesien-GP verließ Trackhouse-Pilot Ai Ogura die MotoGP-Bühne als Punktegewinner und Held des Aprilia-Projekts.
Japans MotoGP-Aushängeschild Ai Ogura hatte sich noch größere Erfolgschancen am Freitag mit einem Crash und verpasstem direkten Q2-Einzug verbaut. Dass es beim Sprint dennoch bis auf Platz 2 ging, war weniger dem Speed, als der Ausfallquote geschuldet. Dennoch war es Ogura gelungen, Positionen gutzumachen.
Am Sonntag wiederholte sich das Spiel – doch Raul Fernandez und Marco Bezzecchi blieben sitzen. Rang 4 war das beinahe logische Resultat. Die Fahrt war keinesfalls von Langeweile geprägt, denn der Japaner musste sich an Alex Marquez, Di Giannantonio, Acosta und auch Marc Marquez vorbeiarbeiten. Letztere MotoGP-Kollegen machten es Ogura im Finale zusätzlich schwer, denn Acosta ließ sich bewusst zurückfallen und attackierte dann wieder.
Das Schein-Duell kam Ogura echt vor, wie der Pilot nach dem GP berichtete: «Für mich sah es nach einem Zweikampf aus.» Obwohl es Ai Ogura als Vierter über die Linie schaffte, den Aprilia-Vierfacherfolg komplettierte – und er damit auch in der WM-Tabelle auf Position 4 an Pedro Acosta vorbeizog, hielt sich die Laune Oguras in Grenzen.
Der ehrgeizige Athlet aus Tokio fasst es zusammen: «Am Ende war ich immer noch der langsamste Aprilia-Pilot.» Bitter: Obwohl Ogura von Platz 9 losgefahren war, durfte er als einziger RS-GP-Pilot nicht zur Siegerehrung. Ogura war sich der Ursachen bewusst: «Auch wenn es Verbesserungen gab, in Summe konnte ich in Mandalika nicht das Maximum herausholen. Richtig zufrieden bin ich mit der Mitte des Rennens, da hat alles sehr gut zusammengespielt. Ich muss aber ehrlich sein: Mehr als Platz 4 wäre auch damit nicht möglich gewesen, denn wir haben zu Beginn nicht die beste Einstellung gefunden. Der Crash hatte keine Auswirkungen auf das Ergebnis.»
Vor dem GP hatte Ai Ogura als Fünfter der Tabelle lediglich einen Punkt Rückstand auf Pedro Acosta. Hatte der Trackhouse-Pilot den KTM-Topmann speziell im Visier? Ogura verneinte: «Ich wusste zwar, dass ich in der WM direkt hinter Pedro liege, aber es ging mir nicht darum, speziell ihn zu schlagen. Ich wollte einfach möglichst viele Positionen aufholen.»
Kleiner Trost für den zukünftigen Yamaha-Werksfahrer. Im Gesamtstand liegt Ai Ogura weiter klar vor Teamkollege Raul Fernandez, der Siebter ist. Auf WM-Rang 3 und GP-Sieger Bezzecchi fehlen allerdings 50 Punkte.
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