Enea Bastianini: Ein Mini-Fehler nach entfesselter Fahrt kostete das Podium
Millimeter verhinderten den Riesenerfolg: KTM-Tech3-Pilot Enea Bastianini verlor in der Finalrunde des MotoGP-Sprints in Motegi den sicher geglaubten Podestplatz. Der Italiener musste tief durchatmen.
KTM-Pilot Enea Bastianini fährt ein erstaunliches Japan-Event. Einem starken Qualifying mit Platz 7 folgte ein noch stärkeres Sprintrennen. Der Tech3-Athlet, der in erster Instanz für außergewöhnliche Schlussrunden berühmt ist, legte nun von Beginn an mit 100 Prozent los. Bereits nach der ersten Kurve hatte die Nummer 23 zwei Plätze gutgemacht. Dann griff «Las Bestia» sogleich Teamkollege und Österreich-Sieger Pedro Acosta. Mit Erfolg.
Für Bastianini eine glückliche Attacke. Denn nur eine Sekunde später krachte es hinter dem zukünftigen Trackhouse-Aprilia-Fahrer. Alex Marquez hatte gepatzt und sowohl Acosta als auch Di Giannantonio aus dem Sprint gekegelt.
Später ging es aus eigener Kraft noch weiter nach vorne. Zur Freude von KTM hatte Bastianini mehr Speed als Marco Bezzecchi. Aus Runde 3 kam die Tech3-Maschine bereits vor dem WM-Dritten zurück. Im Finale sah es dann kurz nach einer noch größeren Überraschung aus. Denn Bastianini verkürzte auch noch dramatisch auf Jorge Martin. Doch zeitgleich hatte der Noch-KTM-Pilot viel Arbeit, um Platz 3 gegen Moreira zu verteidigen.
Zu viel für Bastianini. In der letzten Runde machte ein kleiner Fehler den Traum vom Podestplatz in Japan zunichte. Die Rennkommissare stellten, wie bei Martin, fest, dass Mann und Maschine die Streckenbegrenzung überfahren. Passiert das im letzten Umlauf, wird grundsätzlich eine Position addiert. Damit wurde aus dem möglichen Platz 2 der undankbare vierte Rang.
Die Laune war danach entsprechend wechselhaft. «Natürlich war ich erst einmal frustriert, auch deshalb, weil es nun einmal andersherum war.» Enea Bastianini erinnerte an den US-GP vor einem halben Jahr. Damals stieg der Italiener nachträglich aufs Podium – Acosta hatte eine Strafe kassiert.
Bastianini versuchte, das Positive in den Vordergrund zu stellen: «Mit dem Rennen bin ich zufrieden. Ich war konstant schnell. Besonders gefreut hat mich das Qualifying – es hat sehr gutgetan, am Start wieder einmal freie Sicht zu haben.»
Freuen durfte sich Bastianini auch über eine Verbesserung in der WM-Tabelle, es ging vorbei an Luca Marini auf Position 11. Weniger eindrucksvoll verlief der Comeback-Auftritt des Teamkollegen. Maverick Vinales fuhr als 15. über die Linie, mit 20 Sekunden Rückstand auf den Sieger.
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