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Nach seinen IDM-Superbike-Endplätzen 16 und 13 2024 bzw. 2025 landete Kevin Orgis in diesem Jahr auf dem Euro Moto-Schlussrang 7, beim Finale auf der Nase und demnächst auf dem OP-Tisch.
Es war eine sehr gute Saison 2026 von Kevin Orgis in der Superbike-Klasse im glücklicherweise einzigen Euro-Moto-Jahr. Nach seinem Aufstieg als Gesamtsieger der Rahmenklasse Pro Superstock 1000 im Jahr 2023 belegte er 2024 Rang 16 und im vorigen Jahr Rang 13. In diesem Jahr landete der 26-jährige Sachse auf dem siebenten Schlussrang. Das mit der ‚sehr guten Saison‘ bezieht sich allerdings vor allem auf seine generell verbesserte Konkurrenzfähigkeit, die es ihm immer wieder mit echten Hochkarätern aufnehmen ließ.
Es tut mir auch mega leid für Hannes Soomer.Kevin Orgis
Beim Finale in Hockenheim war das allerdings schon nach dem Training mit Startplatz 12 nicht der Fall, und was in den Rennen herausgekommen wäre, lässt sich nicht mal ansatzweise erahnen. Beim ersten Rennen war in Kurve 1 für ihn sowie Hannes Soomer Endstation, was der Pilot vom familieneigenen ORM Racing Team / ADAC Sachsen e.V. im Rückblick gegenüber SPEEDWEEK.com so erklärte: «Der Unfall geht ganz klar auf meine Kappe. Ich hatte einen guten Start, doch dann wurde es in Kurve 1 zu eng. Da habe ich das Vorderrad verloren. Ich hätte ein bisschen entspannter in die erste Kurve gehen sollen. Es tut mir auch mega leid für Hannes Soomer. Ich habe anschließend noch mit ihm gesprochen. Zwischen uns ist alles gut, aber das war einfach eine dumme Aktion von mir. Da war ich zu optimistisch in der der ersten Kurve.»
Zu seiner ungewöhnlich schlechten Startposition merkte er an: «Das Niveau war in Hockenheim so hoch. Wir waren über eine Sekunde schneller als letztes Jahr. Wir haben das ganze Wochenende mit dem Setup hin und her probiert, aber einfach nichts so richtig gefunden. Leider ging es im ersten Rennen nur bis zur ersten Kurve, sodass wir nicht wissen, was unsere letzten Änderungen gebracht haben.»
Das Finale ausklammernd, war er mit seiner Saison aber insgesamt zufrieden und sagte: «Allein vom Fahrerfeld und der Leistungsdichte her war es Wahnsinn, dass wir es mit unseren Möglichkeiten geschafft haben, uns konstant in den Top-10, teilweise in den Top-5 zu bewegen. Wir haben gemerkt, wo im Vergleich zu den, in Anführungszeichen noch professionelleren Teams, unsere Schwächen liegen. Wir machen das mit schon mit einem großen Aufwand, manchmal fehlen uns allerdings ein bisschen Know-how und Manpower.»
Zu seiner Handverletzung führte er aus, dass das Motorrad beim Sturz neben ihm kreiselte und ihn mit dem drehenden Hinterrad an der Hand erwischte. «Dabei ist der untere Daumenknochen gebrochen, was kommende Woche operiert wird. Da kommt eine Platte rein, die nach einem Jahr wieder raus kann. Wenn es mich nicht stört, kann sie gegebenenfalls aber auch drin bleiben. Aber das muss die Zukunft zeigen.»
Wie es für ihn im nächsten Jahr weiter geht, weiß er noch nicht, erklärt aber: «Wir hatten in Hockenheim viele Gespräche mit den neuen IDM-Veranstaltern. Da setzen alle, also auch die anderen Teams, ziemlich große Hoffnungen rein und denken, dass das ganz gut werden kann. Ob wir das aber noch mal als Privatteam machen, steht noch nicht fest. Wir haben gemerkt, dass die Top-5 machbar sind. Für die Top-3 oder gar Siege fehlt uns halt noch ein bisschen was. Der Plan ist auf jeden Fall, dass ich und mein Bruder Leon weiterfahren. Ob im eigenen Team oder woanders wird sich hoffentlich dieses Jahr noch klären.»
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