Fabio Di Giannantonio (Ducati): «Das VR46-Bike ist ein Kunstwerk»
Als bester Ducati-Pilot reiste Fabio Di Giannantonio zum US-GP an. Mit einem speziellen Design von Aldo Drudi will er an diesem MotoGP-Wochenende zeigen, dass er ein dauerhafter Podiumskandidat ist.
Fabio Di Giannantonio reiste mit Rückenwind nach Austin. Der VR46-Ducati-Pilot gehört nach einem starken Saisonstart zu den prägenden Figuren der frühen MotoGP-Saison 2026. Vor dem US-GP auf dem Circuit of the Americas sprach der Italiener über seine besondere Verbindung zur Strecke, die Nachwirkungen von Brasilien – und das spezielle Design der VR46-Truppe.
Der 27-Jährige kommt als WM-Vierter und aktuell bester Ducati Pilot (37 Punkte) nach Texas. Vor allem das vergangene Wochenende in Goiânia hat Eindruck hinterlassen: Pole-Position, Podest im Sprint und im Grand Prix – trotz eines heftigen Sturzes im Warm-up. Austin ist für «Diggia» ohnehin ein gutes Pflaster. «Diese Strecke ist unglaublich. Jedes Wochenende hier ist etwas Besonderes», schwärmte er. «Die Fans, die Atmosphäre – überall diese riesigen Flaggen, die Stars and Stripes. Ich liebe die Stimmung.»
Vor allem ein Streckenabschnitt hat es ihm angetan: «Der erste Sektor ist charakteristisch und komplett anders als alles, was wir sonst im Kalender haben.» Herausfordernd ist der COTA ohnehin: «Es ist die Strecke mit den meisten Kurven. Das ist mental fordernd, weil du in jeder Kurve konzentriert sein musst.» Im Vorjahr sicherte er sich als Dritter sowohl im Sprint als auch im Rennen wichtige Punkte in Texas.
Böses Erwachen nach dem Rennen – Kampf gegen Marquez zollte Tribut
Die Voraussetzungen für ein weiteres Top-Ergebnis sind also gegeben, auch wenn ihn die Nachwirkungen seines Sturzes noch begleiten. «Ich habe das am Sonntag im Brasilien-Rennen unterschätzt», gab Di Giannantonio zu. «Der schwierigste Tag war eigentlich der Montag danach. Es war schwierig, den Arm richtig zu bewegen.»
Zusätzliches Selbstbewusstsein sammelte der VR46-Pilot auch durch seine intensiven Duelle mit Marc Marquez in Brasilien. «Ich hatte eine Menge Spaß mit Marc, sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Ich denke, unser Racing war sauber», erklärte er. «Klar war es aggressiv, aber wir fahren mit extrem hohen Geschwindigkeiten. Es ist nicht einfach, jede Bewegung perfekt zu kontrollieren. Aber ich glaube, was wir gezeigt haben, ist die perfekte Art, Motorsport auszudrücken.»
«Diggia» schwärmt über New-York-Erfahrung und VR46-Design
Neben der sportlichen Form sorgte Di Giannantonio auch abseits der Strecke für Schlagzeilen. In den Tagen vor dem Austin-GP war er in New York unterwegs. Nebst NBA-Spiel, einem Besuch an der Wall Street und schließlich die Präsentation eines Spezialdesigns über den Dächern Manhattans. «In meiner Karriere habe ich immer versucht, mich auf eine besondere Art auszudrücken. In einem Team zu sein, das das genauso sieht, ist großartig.» Das Design stammt von Star-Designer Aldo Drudi: «Er hat dieses Kunstwerk geschaffen. Alle Elemente davon finden sich auf dem Bike, auf den Uniformen und auf meinem Helm wieder. Das Bike ganz oben in New York vor der Skyline zu präsentieren, war eine Erfahrung.»
Und wie sieht er aktuell die Kräfteverhältnisse in der MotoGP, speziell zwischen Ducati und Aprilia? «Wir brauchen nicht das eine bessere Motorrad – wir brauchen großartige Kämpfe. Je mehr Bikes schnell und stark sind, desto intensiver werden die Duelle. Das ist es, was wir Fahrer lieben und was die Fans sehen wollen.»
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