Pecco Bagnaias Rückblick vor Texas: «Brasilien war nicht bereit für uns»
Trotz schwachen Starts in die Saison 2026 macht Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia in Texas einen souveränen Eindruck. Was auch daran lag, dass die Nummer 63 vor einem Jahr den Sieg abstaubte.
Nur in seiner MotoGP-Saison 2019 erlebte Ducati-MotoGP-Pilot Francesco Bagnaia aus sportlicher Sicht einen noch schlechteren Start in die Saison Aus den ersten vier Rennen nahm der Werksfahrer von Ducati Corse nur zehn Punkte mit. Nach einem Crash beim Großen Preis von Brasilien rangiert der Italiener mit dem Slogan «go free» auf Position 13 der Tabelle. Nur Fermin Aldeguer (Gresini), der erst in Brasilien nach Verletzungspause ins Fahrerlager zurückgekehrt war, steht aus Ducati-Sicht noch schlechter da.
Vor der ersten Session auf dem Circuit of the Americas in Austin wurde der Champion der Jahre 2022 und 2023 noch einmal zur Premiere der MotoGP in Goiânia befragt. Die Worte Bagnaias fielen mit einigen Tagen Abstand fast mitleidig aus. «Aus Fahrersicht war die Strecke ein Erfolg, sehr schön zu fahren. Sie haben dort wirklich so viel getan, um ein richtig gutes Wochenende abzuwickeln, aber die Strecke war in Wirklichkeit noch nicht bereit für uns.»
Sinnlos: Vorabtests mit einem Serienbike
Auch vor dem Hintergrund, dass 2027 weitere neue Strecken in den Kalender aufgenommen werden – müssen die Kriterien und Maßnahmen zur Abnahme einer neuen Strecke überdacht werden? Bagnaia hatte zumindest einen konkreten Vorschlag parat: «Ich finde, es ist pauschal nicht so leicht zu beantworten, aber worüber man nachdenken sollte, sind die Tests der Strecke vor dem ersten Rennen der MotoGP. Sind wir ehrlich – mit einem Serienmotorrad lässt sich das Limit eines MotoGP-Bikes einfach nicht verstehen.»
Der in Pesaro lebende Athlet weiter: «Es ist ja nicht das erste Mal und wir wissen, dass es sinnvoll ist, zumindest offizielle MotoGP-Tester mit ihren Bikes vorher einmal auf eine neue Strecke zu lassen. Das halte ich auf jeden Fall für sinnvoll Als die Strecke in Mandalika neu war, gab es vorab auch einen Test mit MotoGP-Bikes – und alles war gut.»
Der Speed ist da
Dann richtete der Vorjahressieger den Blick auf Austin: «Ich habe immer sehr gute Erinnerungen an Austin, die Strecke ist so speziell, es geht gar nicht anders. Der Sieg letztes Jahr hat sehr gutgetan – auch wenn er mir im wahrsten Sinne zufiel. Unsere Aufgabe ist es hier, uns besser in den Rennen zu schlagen. Es ist ja nicht so, dass wir dieses Jahr keinen Speed haben. Wir hatten bislang auf allen Strecken konkurrenzfähiges Tempo, doch es war nicht möglich, dass in den Rennen zu fahren.»
Bagnaia bezog sich vor allem auf den Auftakt in Thailand. Dort mühte er sich ab, um als Neunter vor und hinter den VR46-Kumpeln Marini und Morbidelli ins Ziel zu kommen.
Das letzte Thema am Tage vor dem Auftakt auf der Strecke drehte sich um die Frage, ob Boxennachbar, Weltmeister und Austin-Spezialist Marc Marquez in den USA unter Druck von Marco Bezzecchi steht. Bagnaias Antwort: «Natürlich nicht. Wisst ihr, wie alt Marc mittlerweile ist? Er lässt sich nicht unter Druck setzen, er wird sein Ding machen!»
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