Toprak Razgatlioglu über Superbike-Kalender: «Es braucht mehr Rennen»
Für Promoter Liberty sind zwölf bis dreizehn Meetings ausreichend, doch das sieht nicht jeder so. Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu würde sich einen umfangreicheren Kalender wünschen.
Nach drei gewonnenen Superbike-Weltmeisterschaften – eine mit Yamaha (2021) und zwei mit BMW (2024 und 2025) – brauchte Toprak Razgatlioglu eine neue Herausforderung und wechselte zum Yamaha-Team Pramac in die MotoGP. In der Prototypenserie warteten neue Gegner, neue Reifen, neue Techniken wie das Holeshot-Device und neue Rennstrecken auf den türkischen Ausnahmekönner.
Außerdem: Der Kalender der MotoGP umfasst bedeutend mehr Rennwochenenden, als es Razgatlioglu aus der Superbike-WM gewohnt war. Die Königsklasse gastiert in diesem Jahr auf 22 Rennstrecken, die seriennahe Weltmeisterschaft dagegen nur auf zwölf.
«Eine halbe Saison ist vorbei – eine halbe Saison entspricht in etwa einer Superbike-Saison, da die Superbike-Saison insgesamt zwölf Rennen umfasst. Also habe ich in etwa eine komplette Superbike-Saison absolviert», sagte Razgatlioglu am Rande des Silverstone-GPs gegenüber crash.net. «Die Superbike-Serie braucht mehr Rennen. Ich mag den Kalender zwar, aber in den letzten beiden Jahren habe ich mich wirklich gelangweilt, weil wir dort weniger Rennen fahren.»
Es ist aber nicht nur die Anzahl der Meetings, die der 78-fache Superbike-Sieger als zu wenig empfindet, sondern auch deren Verteilung von Februar bis Oktober und teilweise lange Unterbrechungen.
«Nach den Rennwochenenden sind lange Pausen – insbesondere nach Donington Park, sind es fast zwei Monate. Das ist gut für die Fahrer, aber das ist zu viel. Warum zu viel? Zwei Monate Sommerpause sind okay, das verstehe ich, das ist die Sommerpause, das ist schön, aber nach dem Rennen gibt es wieder drei Wochen Pause. Das gefällt mir nicht», kritisiert der 29‑Jährige. «Es braucht mehr Rennen. Das ist eine Weltmeisterschaft, es braucht mindestens 15 oder 16 Rennen. Wenn sie das ändern, wird die Superbike-WM meiner Meinung nach viel besser.»
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