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Pecco Bagnaia: «Alles getan, um den Tag zu ruinieren»

Ducati-Werksfahrer Francesco «Pecco» Bagnaia hat am Sonntag im Kampf um den MotoGP-Titel 2022 den ersten Matchball, nach einem turbulenten Samstag steht er beim Malaysia-GP aber nur auf Startplatz 9.

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Mit zwei Stürzen zum ungünstigsten Zeitpunkt machte sich Pecco Bagnaia am Samstag in Sepang selbst das Leben schwer: Zunächst rutschte er am Ende des FP3 in Kurve 8 aus und ausgerechnet VR46-Kumpel Franco Morbidelli, der Pecco zuvor im Weg gestanden war, verdrängte ihn noch aus den Top-10. Deshalb musste der Ducati-Hoffnungsträger den Umweg über Q1 antreten. Dort kam er zwar souverän weiter, im entscheidenden zweiten Qualifying stürzte er dann aber auf einer schnellen Runde in Kurve 4.

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Vom schwierigsten Tag des Jahres wollte der 25-jährige Italiener dennoch nicht sprechen. "Nein", winkte Pecco ab. "Zu Beginn der Saison war es schwieriger, als ich versuchte zu pushen, aber so weit hinten war – auch ohne zu stürzen."

Zufrieden war der WM-Leader mit seinem Qualifying-Tag aber natürlich nicht. "Das einzig Gute war heute das FP4 – und das Q1 natürlich", schickte er voraus. "Vor allem aber das FP4, weil ich auf gebrauchten Reifen sehr konstant und sehr schnell war. Abgesehen davon habe ich alles getan, um den Tag zu ruinieren. Am Vormittag war ich zu nervös, weil das mit Franco und Fabio passiert ist. Ich war ein bisschen wütend. Nach einer Stunde habe ich mir dann gesagt: ‚Okay, das ist etwas, was jedem passieren kann.‘ Ich bin aber auch nur ein Mensch und fange an, ein bisschen Druck zu spüren. Ich glaube aber, dass das normal ist."

"Im Qualifying war ich auch nicht clever genug, um zu verstehen, dass meine Pace gut genug war, um in der ersten Reihe zu stehen, ohne es zu sehr zu erzwingen", ärgerte sich Bagnaia über sich selbst. "Ich habe in Kurve 4 stark gepusht und mir ist die Front eingeklappt. Ich war motiviert, weil ich im ersten Sektor eineinhalb Zehntel unter der Bestzeit geblieben war, also habe ich es versucht – und die Kontrolle über die Front verloren. Das war der größte Fehler."

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Immerhin: Auch Fabio Quartararo und Aleix Espargaró hatten einen schlechten Tag. "Ja, ihr Tag war noch schlechter als meiner. Denn Fabio hat sich beim Crash im FP4 einen Finger gebrochen. Ich möchte dazu sagen, dass es mir für ihn leidtut. Das Pech, das er gerade hat, ist zu viel. Das hat er nicht verdient. Und Aleix hat seit Beginn des Wochenendes große Schwierigkeiten."

Was erwartet der Titelanwärter am Sonntag von seinen Markenkollegen? Immerhin starten vier Ducati aus den ersten zwei Reihen. "Ich glaube, wenn sie die Möglichkeit haben zu gewinnen, werden sie versuchen zu gewinnen – wie das ganze Jahr über", erwiderte Pecco. "Vielleicht ist morgen der Tag für eine Teamorder, aber mal sehen… Mit Sicherheit ist es wichtig vorne zu sein. Wir müssen aber vor allem schlau sein."

Der Moto2-Weltmeister von 2018, der mit 14 Punkten Vorsprung auf Fabio Quartararo in den Malaysia-GP geht, weiß: "Wenn ich den Sack morgen zumachen kann, dann bin ich glücklich darüber. Es ist aber nicht richtig und nicht gut, wenn ich glaube, dass ich es tun muss. Wenn ich noch ein paar Punkte gutmachen kann, ist es dasselbe. Klar wird der Druck dann in Valencia noch größer sein, aber dann wäre der Vorsprung ein bisschen größer. Es wird wichtig, morgen clever zu sein", bekräftigte er am Samstagnachmittag gebetsmühlenartig.

Hatte Bagnaia eigentlich schon die Gelegenheit, sich mit Morbidelli auszusprechen? "Nein, ich habe mich nur entschuldigt und gesagt, dass diese Dinge passieren können. Denn meine erste Reaktion war übertrieben, weil ich ein bisschen wütend war", gestand Pecco. "Es fängt einfach an, zu oft zu passieren. Wenn man auch schaut, wie viele Fahrer herumwarten wie in der Moto3 – ich glaube, im Qualifying hatte ich sieben Bikes hinter mir. Es ist okay, weil es ja keine Regeln dazu gibt, aber es fängt an, ein bisschen zum Problem zu werden."

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MotoGP-Ergebnis Q2, Sepang (22.10.):

1. Martin, Ducati, 1:57,790 min

2. Bastianini, Ducati, 1:58,246 min, + 0,456 sec

3. Marc Márquez, Honda, 1:58,454, + 0,664

4. Bezzecchi, Ducati, 1:58,490, + 0,700

5. Rins, Suzuki, 1:58,575, + 0,785

6. Marini, Ducati, 1:58,579, + 0,789

7. Morbidelli, Yamaha, 1:58,654, + 0,864

8. Viñales, Aprilia, 1:58,766, + 0,976

9. Bagnaia, Ducati, 1:58,862, + 1,072

10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,935, + 1,145

11. Mir, Suzuki, 1:59,145, + 1,355

12. Quartararo, Yamaha, 1:59,215, + 1,425

Die weitere Startaufstellung:

13. Brad Binder, KTM, 1:59,053 min

14. Miller, Ducati, 1:59,064

15. Crutchlow, Yamaha, 1:59,256

16. Di Giannantonio, Ducati, 1:59,278

17. Zarco, Ducati, 1:59,690

18. Oliveira, KTM, 1:59,699

19. Gardner, KTM, 1:59,803

20. Pol Espargaró*, Honda, 1:59,363

21. Alex Márquez, Honda, 2:00,008

22. Fernández, KTM, 2:00,077

23. Nagashima, Honda, 2:00,803

24. Darryn Binder, Yamaha, 2:10,717

*= Grid-Penalty (3 Plätze zurück)

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1

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Aprilia Racing

193

2

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

186

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

177

4

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

168

5

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

153

6

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

138

7

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

133

8

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

130

9

Alex Márquez

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Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

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