Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Stefan Bradl sorgte beim Shakedown-Test in Sepang/Malaysia (1. bis 3. Februar) für die drittbeste Zeit. Den dreitägigen IRTA-Test (6. bis 8. Februar) absolvierte er dann im Repsol-Honda-Team an der Seite von Marc Márquez, er ersetzte den verletzten Jorge Lorenzo (Kahnbeinbruch). Die Honda- und Bradl-Fans in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz hätten gerne erfahren, was der 29-jährige Bayer über den Test zu erzählen hat, was er plant, wie er mit seinem Ex-Erzrivalen Márquez klarkommt, welche Teststrecken Honda für 2019 ausgewählt hat (2018 waren es Misano, Jerez und Motegi) und welche Grand Prix er eventuell als Wildcard-Pilot bestreiten wird.
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2019 trat Bradl in Misano und Brünn in den Farben des HRC-Testteams an, in Deutschland sprang er bei Marc VDS für Franco Morbidelli ein (Platz 16), in Sepang und Valencia für Cal Crutchlow bei LCR-Honda, er schaffte die Plätze 13 und 9. Aber in Zusammenhang mit Stefan Bradl und dem Sepang-Test herrschte Funkstille. Schweigen im Walde. Verordnet von HRC. Bradl agierte zwar offiziell als Mitglied des Repsol-Teams, er drehte am Donnerstag zu Mittag sogar einmal fünf Runden gemeinsam mit Marc Márquez, aber HRC hatte dem Bayern einen Maulkorb umgehängt. Striktes Redeverbot. Außer "Grüß Gott" durfte er nicht viel von sich geben. Im Gegensatz zu allen anderen Piloten plante auch das Team kein Media Debrief mit ihm.
Den Grund für dieses Totschweigen des deutschen MotoGP-Fahrers kenne ich nicht. Auch andere Hersteller haben Testfahrer in ihren Reihen, die reden dürfen – Kallio, Folger, Guintoli und Bradley Smith. Dass Testfahrer Geheimnisträger sind und keine technischen Einzelheiten preisgeben dürfen, begreift jeder Berichterstatter, der bis drei zählen kann. Welche Schwingen und welche Mappings probiert wurden, interessiert eh die wenigsten.
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Seltsam: Als HRC-Testfahrer Testfahrer Hiroshi Aoyama vor vier Jahren bei Repsol-Honda nach dem Katar-GP für drei Grand Prix für den verletzten Dani Pedrosa ("arm pump"-Operation) einsprang, durfte er den Journalisten jeden Tag Red und Antwort stehen.
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Wenn es bei Honda und HRC so etwas wie ein Communications Department und eine Marketing-Abteilung gibt, was ich stark vermute, müsste man sich mal in Ruhe überlegen, wie HRC finanziert wird. Meine unmassgebliche Vermutung: Durch die Verkäufe von Serienmotorrädern.
Also haben die Kunden von Honda Deutschland vielleicht ein Recht darauf, ein paar Silben über die Tätigkeit des erfolgreichsten deutschen MotoGP-Fahrers aller Zeiten (48 Top-Ten-Plätze, dreimal in den Top-Ten der Gesamtwertung) zu erfahren. Es könnte auch die Besucher des GP von Deutschland und des Grand Prix von Österreich interessieren. Lebt Honda nicht zuletzt von diesen Fans? Und wie viele Millionen deutschsprachige Touristen tanken jedes Jahr beim Spanien-Urlaub an einer Repsol-Tankstelle? Deutsche MotoGP-Fahrer gibt es nicht wie Sand am Meer, Spanien hingegen hat sieben von dieser Sorte. Da wäre es nicht so schlimm, wenn einer mal nicht sprechen dürfte.
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Ich betrachte Honda als einen vorbildlichen globalen Konzern. Aber dürfen dort unter dem Diktat von Repsol nur noch Spanier Wortspenden abliefern? Oder ist man bei Repsol gar immer noch beleidigt und nachtragend, weil Bradl 2011 den Moto2-Titelgewinn von Marc Márquez verhindert hat? Zum Glück existieren ja offizielle Team Press Releases. Auch bei Repsol Honda. Darin waren am Freitag ca. 50 Zeilen über Marc Márquez (Platz 11) zu lesen und knapp zwei über Stefan Bradl (Platz 13): Der aufschlussreiche Wortlaut: "Der offizielle Testfahrer Stefan Bradl beendete den letzten Tag auf dem 13. Platz mit einer Zeit von 1:59,368." Mehr muss man ja wirklich nicht wissen. Klar, Repsol-Honda hat die MotoGP-WM in sechs Jahren fünfmal gewonnen. Aber dieser Rennstall hat auch magere Jahre erlebt, als Gresini-Honda die besten Honda-Fahrer stellte – Gibernau und Melandri zum Beispiel.
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Momentan gleicht die Repsol-Honda-Mannschaft einem Lazarett, Marc Márquez wird noch Wochen brauchen, bis seine Schulter wieder heil ist. Sogar Teamprinzipal Alberto Puig ist nach einem Motocross-Unfall außer Gefecht. Wir wünschen gute Besserung. In jeder Hinsicht. MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 6. bis 8. Februar,
kombinierte Zeitenliste: 1. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,239 min 2. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,063 sec 3. Jack Miller, Ducati, + 0,127 4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,299 5. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,405 6. Cal Crutchlow, Honda, + 0,541 7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,783 8. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,902 9. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,909 10. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,916 11. Marc Márquez, Honda, + 0,931 12. Alex Rins, Suzuki, + 0,941 13. Stefan Bradl, Honda, + 1,129 14. Tito Rabat, Ducati, + 1,246 15. Joan Mir, Suzuki, + 1,247 16. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,258 17. Johann Zarco, KTM, + 1,401 18. Pol Espargaró, KTM, + 1,512 19. Miguel Oliveira, KTM, + 1,710 20. Karel Abraham, Ducati, + 2,139 21. Andrea Iannone, Aprilia, + 2,271 22. Mika Kallio, KTM, + 2,284 23. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,527 24. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 2,726 25. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,751 26. Bradley Smith, Aprilia, + 2,756 27. Yamaha Test 2 (Jonas Folger), Yamaha, + 3,004 28. Takuya Tsuda, Suzuki, + 5,037
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MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 8. Februar: 1. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,239 min 2. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,063 sec 3. Jack Miller, Ducati, + 0,127 4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,299 5. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,405 6. Cal Crutchlow, Honda, + 0,541 7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,783 8. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,902 9. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,909 10. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,916 11. Marc Márquez, Honda, + 0,931 12. Alex Rins, Suzuki, + 0,941 13. Stefan Bradl, Honda, + 1,129 14. Tito Rabat, Ducati, + 1,246 15. Joan Mir, Suzuki, + 1,247 16. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,258 17. Johann Zarco, KTM, + 1,401 18. Pol Espargaró, KTM, + 1,512 19. Miguel Oliveira, KTM, + 1,710 20. Karel Abraham, Ducati, + 2,139 21. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,527 22. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,751 23. Bradley Smith, Aprilia, + 2,756 24. Mika Kallio KTM, + 2,781 25. Jonas Folger, Yamaha, + 3,004 26. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 3,480 MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 7. Februar: 1. Maverick Viñales, Yamaha, 1:58,897 min 2. Alex Rins, Suzuki, + 0,527 sec 3. Jack Miller, Ducati, + 0,620 4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,665 5. Cal Crutchlow, Honda, + 0,669 6. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,728 7. Tito Rabat, Ducati, + 0,767 8. Marc Márquez, Honda, + 0,893 9. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,948 10. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,069 11. Johann Zarco, KTM, + 1,076 12. Francesco Bagnaia, Ducati, + 1,098 13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,204 14. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,211 15. Franco Morbidelli, Yamaha, +1,254 16. Stefan Bradl, Honda, + 1,333 17. Pol Espargaró, KTM, + 1,408 18. Andrea Iannone, Aprilia, + 1,613 19. Mika Kallio, KTM, + 1,626 20. Miguel Oliveira, KTM, + 1,775 21. Joan Mir, Suzuki, + 1,979 22. Karel Abraham, Ducati, + 2,348 23. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 2,509 24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,757 25. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,962 26. Kohta Nozane, Yamaha, + 4,092 27. Takuya Tsuda, Suzuki, + 4,379
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MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 6. Februar: 1. Marc Márquez, Honda, 1:59,621 min 2. Alex Rins, Suzuki, + 0,259 sec 3. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,316 4. Tito Rabat, Ducati, + 0,362 5. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,430 6. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,433 7. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,537 8. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,576 9. Stefan Bradl, Honda, + 0,593 10. Pol Espargaró, KTM, + 0,692 11. Jack Miller, Ducati, + 0,762 12. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,839 13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,981 14. Cal Crutchlow, Honda, + 1,060 15. Francesco Bagnaia, Ducati, + 1,073 16. Miguel Oliveira, KTM, + 1,281 17. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 1,344 18. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,364 19. Mika Kallio, KTM, + 1,433 20. Johann Zarco, KTM, + 1,500 21. Andrea Iannone, Aprilia, + 1,628 22. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 1,665 23. Joan Mir, Suzuki, + 1,811 24. Karel Abraham, Ducati, + 2,006 25. Jonas Folger, Yamaha, + 2,115 26. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,232 Zum Vergleich: Beste Pole-Zeit: Jorge Lorenzo, Yamaha, 2:00,606 min (2015) Rundenrekord: Dani Pedrosa, Honda,1:59,053 min (2015) Beste Rundenzeit: Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min (2018 Test) Shakedown-Test 2019: Aleix Espargaró, Aprilia, 2:00,500 min
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