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Schon einmal wurde der Japaner als fixer MotoGP-Aufsteiger gehandelt. Mit starken Fahrten bringt sich der Moto2-Pilot zu einem günstigen Zeitpunkt in Position für 2025. Doch warum sollte Ai Ogura bei Honda anheuern?
Nach einer schweren Saison 2023 ist der japanische Moto2-Könner Ai Ogura zu alter Stärke zurückgekehrt. Körperlich wieder in bester Form und mehr als zufrieden mit der Umstellung auf das Boscoscuro-Chassis erlebt der junge Mann mit dem kürzesten Vornamen des Fahrerlagers seinen mittlerweile dritten Frühling. Der vierfache Grand Prix-Sieger wurde 2021 in die mittlere GP-Kategorie befördert und zeigte im Honda-Asia-Team unter der Leitung von Ex-Weltmeister Hiroshi Aoyama schnell starke Leistungen.
Bereits im Herbst 2022 hatte sich der Pilot aus Tokio in eine so gute Ausgangslage gefahren, dass ein Wechsel hohe Wahrscheinlichkeit hatte.
Doch es kam anders. Der treue Nakagami wurde verschont und der aufstrebende Ogura musste für weitere Lehrjahre in der Moto2 schuften. Als Ai Ogura im Laufe der Saison 2023, weiterhin im Honda-Asia Team an der Seite von Somkiat Chantra in der Mittelmäßigkeit versackte, schrieben viele den heute 23-Jährigen ab. Doch der Wechsel in die neue formierte MSi-Mannschaft, die als Nachfolgeteam der legendären Struktur von Sito Pons agiert, setzte neue Kräfte frei.
Mit Start der Saison 2024 war Ogura mit an der Spitze zu sehen. In Le Mans war er als Zweiter Teil der großen Boscoscuro-Triumphfahrt. Nur zwei Wochen feierte er als souveräner Sieger des Catalunya-GP sein Moto2-Meisterstück. Damit rückte Ogura nicht nur auf den dritten Platz der WM mit überschaubarem Abstand zur Spitze vor, vielmehr brachte er sich zurück in die Auslage als hoffnungsvoller MotoGP-Kandidat. Immerhin hat Ogura den bereits mit einem Ducati-Vertrag ausgestatteten Fermin Aldeguer im Griff.
Wie sehr Taka Nakagami an seiner persönlichen Leidensfähigkeit angekommen ist, unterstrich der jetzige LCR-Honda-Pilot etliche Male durch
Die Vorzeichen haben sich gedreht. Heute muss Honda froh sein, wenn sich ein hoffnungsvoller Pilot um einen Job als HRC-MotoGP-Fahrer bewirbt. Für den Honda-Zögling Ai Ogura sollten alle Türen offen stehen. Doch, der wieder erstarkte Moto2-Racer wird sich sehr genau überlegen, ob ein Wechsel in die Königsklasse auf eine Honda ein schlauer Schachzug ist. Dadurch, dass immer noch etliche Verträge vakant sind, könnte der schnelle Japaner auch für andere Hersteller eine Option sein.
Honda-Manager Alberto Puig, der große Stücke auf Ogura hält und sich schon oft als Fan einer Nachwuchsstrategie äußerte, bestätigte zuletzt, dass HRC derzeit überhaupt nicht an Transfergesprächen teilnehme. Es wäre aus Honda-Sicht wohl keine schlechte Idee, sich in Bälde noch einmal mit ihrem japanischen Ex-Mitarbeiter zusammenzusetzen.
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