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MV Agusta erklärt seine Philosophie der Kunst auf Rädern

Andere Hersteller definieren Premium-Qualität über Leistungsdaten, MV Agusta geht grundsätzlicher vor – mit der Wahl der Materialien und einem Design, das Funktion, Leichbau und Ästhetik vereint.

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Über das gesamte Sortiment hinweg verwendet MV Agusta nach eigener Einschätzung die breiteste Palette an Grundmaterialien aller Motorradhersteller. Jedes Material wird aus einem bestimmten Grund ausgewählt und bearbeitet: wie es sich unter Last, bei Vibrationen und in Bezug auf das Gewicht verhält. Premium-Qualität soll einer ingenieurtechnischen Logik folgen statt reiner Dekoration um ihrer selbst willen. Diese Philosophie zeigt sich in einer definierten Material-Hierarchie.

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Die Cockpithalterung – eine charakteristische Lösung von MV Agusta, die direkt mit dem Benzintank verbunden ist und von keinem anderen Hersteller so gebaut wird – veranschaulicht diese Stufenleiter perfekt. Sie beginnt mit Billet-Aluminium, aus dem die Halterung aus Vollmateriel herausgefräst wird. Bei der Rush Mamba wird die Halterung aus gesintertem Aluminium gefertigt, wobei eine Topologieoptimierungs-Software Lasten und Vibrationen analysiert und Material aus unbelasteten Zonen entfernt – was das Gewicht minimiert und gleichzeitig die Kräfte absorbiert, die das Bauteil tragen muss. Ihren Höhepunkt findet sie in der Verwendung von Titan bei der Rush Titanio: Dieselbe technische Logik, dank der höheren Festigkeit von Titan mit dünneren Querschnitten, gewichtssparenden Details und einer edleren Optik.

Die Scheinwerferhalterung folgt derselben Logik: Vom präzisen Stanzteil aus Stahlblech über aus Vollmaterial herausgefrästem Aluminiumteil bis hin zu Titan. Selbst im italienischen Emblem, dem Fregio, setzt sich diese Philosophie fort: Von aus einem Stanzteil aus einer Alulegierung, dessen Beschichtung je nach Modell und limitierter Auflage variiert, über Billet-Aluminium bei Maschinen wie der Superveloce 1000 Serie Oro und Superveloce 1000 AGO bis hin zu einem Titan-Teil bei der Rush Titanio, wobei letzteres aus reiner Freude am Detail geschaffen wurde.

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Bei den Vierzylindermotoren von MV Agusta wird Titan an einzelnen Bauteilen verwendet, die nicht sichtbar sind: Sechzehn radial angeordnete Titanventile und vier geschmiedete Titanpleuel reduzieren die oszillierenden Massen und ermöglichen hohe Drehzahlen.

Das gleiche Metall prägt die mit Arrow und Akrapovič entwickelten Auspuffanlagen. Da das Elastizitätsmodul von Titan dünnere Querschnitte erlaubt, wird es auch zu einem ästhetischen Statement: Bei der Rush Titanio sind Cockpithalterungen, Scheinwerferhalterungen und Embleme auf eine Weise erleichtert und verfeinert, die kein anderes Material zulässt.

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MV Agusta verwendet Kohlefaser sowohl wegen seiner Leichtbau-Möglichkeiten als auch wegen seiner edlen Oberfläche. Die anspruchsvollsten Teile – Räder oder die Cockpithalterung der Superveloce 1000 Serie Oro – werden durch Handlaminierung und Autoklavenaushärtung oder formgepresstes Prepreg für extrem hohe Festigkeit hergestellt. Das sichtbare Gewebe ist eine bewusste Entscheidung: Köper (Twill), Leinwand (Plain) oder Kurzfaser (Chopped). Ebenso das Finish: glänzend, transparent, matt-transparent oder eine tinten-transparente Behandlung, bei der ein farbiges Pigment unter dem Gewebe durchschimmert.

Die Räder folgen derselben Philosophie des richtigen Materials für die jeweilige Aufgabe – von Speichenrädern mit abgedichtetem Bett, die für den schlauchlosen Einsatz entwickelt wurden (Enduro Veloce, Superveloce 1000 AGO, Superveloce 98), über gegossenes und geschmiedetes Aluminium bis hin zu Vollkarbon bei der F3 Competizione.

Für MV Agusta ist eine Sitzbank Teil des Motorraddesigns und nicht nur ein Platz zum Sitzen. Anstatt einen einzigen Bezug zu verwenden und den Effekt durch Heißprägen zu variieren, kombiniert die Marke bereits in ihrer gesamten Einstiegsreihe mehrere Bezüge, die durch eine kontrastierende Naht miteinander verbunden sind – innen genäht, gewendet und außen veredelt. Für die exklusiveren Varianten werden adäquat auch exklusivere Materialien und Fertigungsmethoden angewandt: Alcantara, dessen Schaumstoff durch die patentierte EXO-Technologie von Alcantara vor Wasser geschützt ist oder echtes, vollnarbiges Kalbsleder in Kombination mit Alcantara bei der Superveloce 1000 Serie Oro. Das Repertoire der Veredelung ist ebenso reichhaltig – Steppung, Stickerei, Lasergravur, Alcantara-Thermoschweißung und als Höhepunkt bei der Rush Titanio eine zertifizierte Weltneuheit: Eine komplett aus Alcantara gefertigte Sitzbank, die Thermoschweißung und Lasergravur in einem einzigen Bauteil vereint.

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Jede MV Agusta wird in Italien lackiert. Die Farben sind markeneigen und entstehen, indem eine Basis genommen und zu einem Farbton mit eigenem Namen umgearbeitet wird. Die Dekors werden mit Wasser aufgebracht, sodass sie wie auf die Oberfläche gegossen wirken, und sind – über die gesamte Modellpalette hinweg – überlackiert: versiegelt zwischen zwei Schichten Klarlack über der Farbe und der Grundierung darunter. Die Anzahl der Schichten skaliert mit dem gewünschten Finish. Das Ergebnis ist eine Tiefe, die man sehen und fühlen kann.

«Ein Motorrad sollte den genauesten Blick belohnen. Wir entwerfen jede MV Agusta-Komponente so, dass sie technisch und schön zugleich ist – und auch dann schön bleibt, wenn man sie zerlegt. Das ist es, was jede MV Agusta zu einem einzigartigen Kunstwerk macht», umreisst Federico Macario, Head of Product, was eine MV Agusta ausmacht.

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