Raul Fernandez (4.) mit Podium-Ambitionen: «Wir haben ein starkes Paket»
Raul Fernandez zeigte im MotoGP-Sprint von Barcelona eine starke erste Rennhälfte, verlor im Finale aber den Kampf gegen einen nachlassenden Vorderreifen. Der Trackhouse-Pilot freut sich auf den GP.
Vierter im Qualifying, Vierter im Sprint – auf dem Papier ein solides Ergebnis für Raul Fernandez. Doch das Rennen des Aprilia-Fahrers erzählte eine kompliziertere Geschichte. Der Spanier startete stark, kämpfte sich zeitweise bis auf P2 vor, als er Johann Zarco (Honda) und wenig später auch Pedro Acosta (KTM) überholte. Den Kampf mit der Konkurrenz genoss er sichtlich.
Raul Fernandez: Erste Hälfte top, danach wurde er durchgereicht
«Die erste Rennhälfte hat mir Spaß gemacht. Ich habe jeden Moment genossen, als ich mit den anderen gekämpft habe», grinste er nach dem Rennen. Das Blatt wendete sich in der zweiten Hälfte des Sprints. Erst holte sich Acosta seine Position zurück, und in den letzten vier bis fünf Runden meldete sich ein unerwartetes Problem: der Vorderreifen.
«Ich begann, mich mit dem Vorderreifen unwohl zu fühlen. Ich verstehe noch nicht, warum, denn während des gesamten Wochenendes hatte ich dieses Problem nicht», erklärte Fernandez. Er versuchte gegenzusteuern, spielte mit der Motorbremse, der Traktion, dem Mapping – anstatt die Situation zu verbessern, wurde sie immer schlimmer. «In den letzten drei Runden war das vordere Gummi dann fertig. Ich konnte das Motorrad nicht mehr richtig fahren.»
Fernandez wittert seine Podest-Chance
So kam in der Schlussphase noch Fabio Di Giannantonio (Ducati) an ihm vorbei, womit er die Ziellinie als Vierter überquerte, fast drei Sekunden hinter Sieger Alex Marquez. In der WM bleibt er auf Position 6 mit 68 Punkten, einen Zähler hinter Teamkollege Ai Ogura und einen vor Sprint-Sieger Alex Marquez.
Den Blick richtete Fernandez bereits auf das Rennen. «Wir haben dieses Wochenende ein starkes Paket. Wenn wir verstehen, wie wir den Vorderreifen besser managen können, haben wir morgen eine Chance, bis zum Ende um das Podium zu kämpfen.» Die Frage, ob es ihm wichtig sei, der beste Aprilia-Fahrer zu sein, kümmerte ihn nicht: «Ich versuche, mein Bestes zu geben und das Rennen zu genießen. Wenn ich das kann, bin ich auch konkurrenzfähig!»
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