Peter Hickman nach vier Top-3-Rängen: «Es war eine ungewöhnliche Rennwoche»
Obwohl nach seinem Sturz bei der letztjährigen Tourist Trophy immer noch nicht hundertprozentig fit, stand der 39-jährige Brite Peter Hickman dieses Jahr bei fünf Rennen gleich viermal auf dem Podium.
Die Brüche an Schlüsselbein, Schulter und Rippen, die er sich im Vorjahr im Training für die Tourist Trophy 2025 bei einem Sturz wegen eines technischen Defekts zugezogen hatte, sind längst ausgeheilt und behindern Peter Hickman nicht mehr, sehr wohl allerdings die Nerven, die damals in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
Beim North West 200 Mitte Mai war dem 39-jährigen Briten noch deutlich anzumerken, dass er körperlich noch Defizite hat, ein 1000er-Motorrad so zu fahren, wie es für ihn vor seinem verhängnisvollen Unfall möglich war. Trotzdem zeigte er sich vor der Tourist Trophy zuversichtlich.
Schon beim Eröffnungsrennen, der Superbike-TT über sechs kräfteraubenden Runden, zeigte sich, dass sein Optimismus durchaus angebracht war. Hinter Dean Harrison, der nach seiner Trainingsbestzeit seiner Favoritenrolle gerecht wurde, holte sich der Streckenrekordhalter auf dem Snaefell Mountain Course den zweiten Platz.
Bei den beiden Supersport-Rennen legte der großgewachsene Road-Racing-Spezialist aus der Grafschaft Lincolnshire mit zwei dritten Plätzen nach, nur beim einzigen Lauf der Sportbike-Kategorie schrammte er als Vierter denkbar knapp an einer weiteren Podiumsplatzierung vorbei.
35. Podiumsplatzierung bei der Tourist Trophy
Besser lief es für ihn wieder in der Senior-TT. Hickman fand auf seiner BMW rasch einen guten Rhythmus und beendete die erste Runde auf einem soliden zweiten Platz, nur Harrison war etwas schneller unterwegs. Gerade als er bis zur nächsten Zwischenzeit seinen Vorsprung auf den Dritten weiter ausgebaut, erfolgte wegen eines Unfalls der Rennabbruch.
Weil keine Zeit mehr für einen Neustart blieb, wurde das Rennen auf Samstagnachmittag verschoben, doch aufgrund weiterer Regenfälle in der Nacht waren die Streckenbedingungen dafür nicht gut genug. Der Stand nach der ersten Runde wurde schließlich als Resultat gewertet und Hickman als Zweiter bestätigt. Für ihn war es der 35. Podiumsplatz.
«Die TT 2026 ist vorbei und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es eine wirklich ungewöhnliche Rennwoche war, aber insgesamt bin ich für mich persönlich froh, in den fünf Rennen, die wir hatten, vier Podiumsplätze geholt zu haben. Ehrlich gesagt hätte ich mir nichts Besseres wünschen können», zeigte sich Hichman mehr als zufrieden.
«Ehrlich, es war mehr, als ich erwartet hätte. Wie alle wissen, bin ich immer noch nicht zu hundert Prozent fit. Es war toll, wieder so viele Fans bei der Veranstaltung zu sehen. Alle Motorräder liefen perfekt, vor allem die Superbike-BMW war so gut, dass wir in den gesamten zwei Wochen keinen einzigen Klick daran verändert haben, was bei der TT ungewöhnlich ist.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach