Oschersleben, FP: Überschlag von Werkstetter/Pirat, Beifahrer im Spital
Die Paarung Patrick Werkstetter/Valentin Pirat sorgte im ersten freien Training für die WM-Läufe in der Motorsport Arena Oschersleben mit ihrem Überschlag für einen gehörigen Schreckmoment.
Vor dem ersten freien Training für die Seitenwagen-Weltmeisterschaft hatten die Streckenposten alle Hände voll zu tun, weil ein Oldtimer-Gespann eine fette Ölspur um den 3,667 Kilometer langen Kurs legte. Für die WM-Teams, die danach ihr ersten freies Training in Angriff nahmen, hieß es besondere Vorsicht walten zu lassen, war das Asphaltband zu allem Überfluss auch noch feucht.
Patrick Werkstetter/Valentin Pirat vom Team Sattler Motorsport/Bonovo Action hatten rasch einen guten Rhythmus gefunden, doch in ihrer vierten Runde überschlug sich das Paar am Ende der Start-Ziel-Geraden, nachdem es sich davor gedreht hatte. Während der Beifahrer aus dem Seitenwagen geschleudert wurde, landete der deutsche Fahrer unter dem Gespann auf dem Rücken.
Nach einigen bangen Sekunden konnte sich Werkstetter befreien und auch Pirat war schnell wieder auf den Beinen. Alles schien auf den ersten Blick vergleichsweise glimpflich ausgegangen zu sein, auch wenn «Werke» über leichte Schmerzen in der Schulter klagte. Doch die Offiziellen wollten kein Risiko eingehen und entschieden sich, Pirat im Krankenhaus untersuchen zu lassen, um eine Kopfverletzung auszuschließen.
Weil der Franzose nicht rechtzeitig für das zweite freie Training zurück im Fahrerlager war, erklärte sich der Schweizer Thomas Hofer - sein Pilot Markus Venus musste seine Nennung für das WM-Finale kurzfristig zurückziehen - als Ersatz einzuspringen, weil man vor dem morgigen Qualifikationstraining unbedingt testen wollte, ob das Gespann wieder in Ordnung war.
Am Ende konnte Teamboss Josef Sattler und das gesamte Team aufatmen. Nicht nur die Schäden am Seitenwagen waren in Ordnung gebracht, auch die Sorgen um den Beifahrer stellten sich als unbegründet heraus. Das deutsch-französische Duo, das gute Chancen hat, die Weltmeisterschaft in den Top-10 zu beenden, wird am Samstag wieder gemeinsam auf die Strecke gehen.
WM-Stand nach 10 von 12 Rennen
1.
Harry Payne/Kevin Rousseau (GB/F)
ARS Yamaha
202,5
2.
Pekka Päivärinta/Adam Christie (FIN/GB)
ARS Yamaha
177
3.
Sam Christie/Tom Christie (GB)
LCR Yamaha
177
4.
Markus Schlosser /Lucas Krieg (CH/D)
LCR Yamaha
107,5
5.
Ted Peugeot/Vincent Peugeot (F)
LCR Yamaha
76
6.
Bennie Streuer/Manon Vissenberg (NL)
ARS Yamaha
72
7.
Todd Ellis/Emmanuelle Clément (GB/F)
LCR Yamaha
58
8.
Markus Venus/Thomas Hofer (D/CH)
LCR Yamaha
57,5
9.
Corey Turner/Danyon Turner (AUS)
ARS Yamaha
51,5
10.
Paul Leglise/Marjorie Cescutti (F)
LCR Yamaha
46,5
11.
Tim Reeves/Melanie Farnier (GB/F)
ARS Yamaha
37
12.
Patrick Werkstetter/Valentin Pirat
ARS Yamaha
32
13.
Paul Kirby/Ema Salmon (GB/F)
ARS Yamaha
30
14.
Manuel Moreau/Alice Roba (F/B)
ARS Yamaha
30
15.
Thomas Eder/Kevin Kölsch
ARS Yamaha
29
16.
Kevin Cable/Yann Druet (GB/F)
LCR Yamaha
28
17.
Cyril Vinet/Gerald Vinet (F)
ARS Yamaha
23
18.
Wiggert Kranenburg/Loris Charteau (NL/F)
LCR Yamaha
21
19.
Lewis Blackstock/Oscar Lawrence (GB)
LCR Yamaha
16
20.
Claude Vinet/Leane Marsal (F)
LCR Yamaha
15
21.
Robert Biggs/Ferry Segers (GB/NL)
LCR Yamaha
12
22.
Raymond Leijdekkers/Océane Bataille (F)
LCR Yamaha
8,5
23.
Michael Brillault/Fabrice Deturche (F)
ARS Yamaha
6,5
24.
Pierre Leguen/Leopold Rouby (F)
LCR Yamaha
5,5
25.
Lewis Nicol/Lex Deemter (GB/NL)
LCR Yamaha
5
26.
Ulric Brillault/Cora Marsal
LCR Yamaha
2
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