Zuerst lief alles schief, dann drehte Yari Montella (Ducati) in Cremona auf
Als sich Yari Montella beim Superbike-Meeting in Cremona am Samstag schlafen legte, steckten ihm drei Stürze in den Knochen. Am Sonntag riss sich der Ducati-Pilot zusammen und fuhr auf das Podest.
Mit Stürzen im ersten und zweiten Training sowie im ersten Rennen machte sich Yari Montella auf dem Cremona Circuit selbst das Leben schwer. Der Druck, vor seinen Landsleuten und beim Heimrennen – auch seines Barni-Teams – performen zu müssen, machte sich ganz offensichtlich bemerkbar.
Dabei konnte sich der 26-Jährige eigentlich keinen Fehler leisten, denn es gilt bei den letzten drei Meetings der Superbike-WM 2026, den dritten WM-Rang abzusichern und gleichzeitig in der Teammeisterschaft die wichtige Independent-Wertung zu gewinnen! «Als ich am Sonntag aufstand, sagte ich mir, dass wir einen Reset vornehmen müssen, denn wir dürfen uns keine weiteren Fehler erlauben», betonte Montella am Sonntagnachmittag. «Das Saisonende naht und die wichtigste und schwierigste Phase hat begonnen. Wir dürfen nicht nachlassen.»
Als Vierter im Sprintrennen unterlag der Barni-Pilot knapp dem aufstrebenden Rookie Alberto Surra. Im zweiten Rennen drehte wiederum Montella auf und den Spieß um. «Im Superpole-Race habe ich angefangen, wieder das gute Gefühl zum Bike zu finden, und kämpfte um einen Podestplatz. Ich war etwas nervös, denn nach Samstag brauchte ich unbedingt ein solides Ergebnis. Ich habe noch Surra überholt, aber er konterte sofort und meine Chance auf einen Podestplatz war damit dahin», erzählte der Ducati-Privatier. «Im zweiten Lauf wollte ich mir das Podium holen und als ich sah, dass der in Reichweite ist, legte ich nach. Dieses Mal war meine Pace deutlich besser als die von Surra. Die Strecke war etwas rutschiger als noch am Samstag und in den letzten Runden bekam ich Probleme und verwaltete meinen Vorsprung. Den anderen Fahrern schien es ganz ähnlich zu gehen.»
Am Ende war der Gewinn der Independent-Wertung in trockenen Tüchern und Team Marco Barnabo im siebten Himmel. «Wir sind sehr stolz darauf, zum vierten Mal als ‹Best Independent Team› gewonnen zu haben. Das ist eine wichtige Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams und unserer beiden Fahrer», jubelte der Italiener. «Ich möchte mich bei all unseren Sponsoren bedanken. All dies ist auch dank ihrer Unterstützung und ihres Engagements möglich. Hier in Cremona waren wirklich sehr viele von ihnen anwesend, um uns zu unterstützen, und diesen Titel vor ihren Augen zu erringen, hat eine ganz besondere Bedeutung.»
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