Speedway Ludwigslust: Kevin Wölbert steckte Vorabquerelen ganz locker weg
2025 gewann der Heidhofer Kevin Wölbert den Karl-Heinz-Podeyn-Pokal auf der Speedwaybahn in Ludwigslust, doch dieses Lahr sollte er erst nicht dabei sein. Dann wendete sich für alle alles zum Guten.
Schon im Vorfeld des internationalen Speedwayrennens in Ludwigslust um den achten Karl-Heinz-Podeyn-Pokal gab es Gesprächsstoff, denn wenige Tage vor dem Rennen setzte Vorjahressieger Kevin Wölbert einen Post in den sozialen Medien ab, weshalb er in Ludwigslust nicht im Line-up steht.
«Leider haben die derzeit sportlich Verantwortlichen im Vorfeld keinen Kontakt zu mir aufgenommen. Somit hat es weder Gespräche über eine mögliche Teilnahme noch über die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben. Folglich wurde auch keine Vereinbarung, kein Vertrag oder eine sonstige Absprache getroffen», teilte Wölbert mit, dessen Wohnort Heidhof nur rund 30 km von Ludwigslust entfernt ist. «Trotz meiner langjährigen Verbundenheit mit der Veranstaltung, dem Verein und der Unterstützung durch meine Sponsoren wurde weder das Gespräch mit mir gesucht noch eine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit geschaffen. Besonders unverständlich ist dies für mich vor dem Hintergrund, dass ich der Titelträger des Karl-Heinz-Podeyn-Pokals bin.»
In den Tagen nach dem Post kam es zu Gesprächen und der MC Ludwigslust konnte die Verpflichtung Wölberts bestätigen, einer Teilnahme des Vorjahressiegers stand nichts mehr im Weg.
Wölbert zeigte sich unbeeindruckt
Wölbert zeigte sich im Rennen von den Querelen unbeeindruckt und konnte sich als einziger Deutscher mit 13 Punkten für das Finale um den Tagessieg qualifizieren. Der Routinier bezwang in den Vorläufen als Einziger den Letten Oleg Mihailovs, der die Wertung mit 14 Punkten vor Wölbert und Viktor Trofimov anführte. Im Finale lag der Heidhofer zunächst auf dem vierten Rang, schaffte es aber an Nicolai Heiselberg, Mihailovs und Viktor Trofimov vorbeizugehen und sich erneut den Sieg und den Karl-Heinz-Podeyn-Pokal zu sichern.
Mit einem starken Ergebnis wusste auch Tyler Haupt zu überzeugen. Der Teenager holte zwar keinen Laufsieg, punktete aber sehr konstant und wurde mit neun Zählern Sechster. Als dritter Deutscher war Ben Iken am Start: Nach zwei letzten Plätzen konnte sich der Norddeutsche steigern und wurde mit fünf Punkten Elfter.
Ergebnisse Speedway Ludwigslust/D:
1. Kevin Wölbert (D), 13 Vorlaufpunkte
2. Viktor Trofimov (UA), 13
3. Oleg Mihailovs (LV), 14
4. Nicolai Heiselberg (DK), 12
5. Vaclav Milik (CZ), 11
6. Tyler Haupt (D), 9
7. Slater Lightcap (USA), 8
8. Matic Ivacic (SLO), 7
9. Antti Vuolas (FIN), 6
10. Michael West (AUS), 5
11. Ben Iken (D), 5
12. Eryk Kaminski (PL), 5
13. Jonathan Grahn (S), 5
14. Philip Ekfeldt (DK), 3
15. Mika Frehse (D), 2
16. Kewin Nycz (PL), 2
17. Leon Arnheim (D), 0
Finale: 1. Kevin Wölbert, 2. Viktor Trofimov, 3. Oleg Mihailovs, 4. Nicolai Heiselberg
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