Superbike WM • Neu
Assen, Superpole-Race: Rea mit 100. Kawasaki-Sieg
Jonathan Rea bewies im Superpole-Race eindrucksvoll, warum der erfolgreichste Superbike-Pilot in Assen ist. In der letzten Runde schnappte der Kawasaki-Star Álvaro Bautista (Ducati) den Sieg vor der Nase weg.
Seit 2019 gibt es in der Superbike-WM das spannende Superpole-Race über nur 10 Runden. Der Name kommt daher, weil das Ergebnis in die Startaufstellung für den zweiten Superbike-Lauf einfließt. Die Top-9 erhalten bis zu 12 WM-Punkte und nehmen die ersten neun Startplätze ein, die weiteren Positionen entsprechend der
Pirelli entwickelte für 2022 einen neuen Qualifyer mit der Bezeichnung SCQ. Dieser soll bis zu zehn Runden überstehen und daher auch für das Sprintrennen geeignet sein. Alle Piloten verwendeten allerdings den weichen SCX-Rennreifen.
Wie im ersten Lauf ging Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha) von der Pole ins Rennen, daneben die beiden Kawasaki-Piloten Alex Lowes und Jonathan Rea. Álvaro Bautista (Ducati) startete als Fünfter. Die beste BMW stellte Loris Baz (Bonovo action) auf die siebte Startposition, unmittelbar dahinter Iker Lecuona (8.) mit der besten Honda. Go Eleven Ducati-Pilot Philipp Öttl ging von der elften Position in das Sprintrennen.
Als das Sprintrennen um 11:00 Uhr gestartet wurde, waren die Tribünen bereits gut gefüllt. Mit 13 Grad Luft- und 20 Grad Celsius Asphalttemperatur war es bei Rennstart um 11:00 Uhr recht kühl, Sonnenschein machte es etwas angenehmer.
Weil Gabriele Ruiu (BMW) am Startplatz ein Problem hatte, wurde der erste Versuch abgebrochen. Für den zweiten Start wurde die Renndistanz deshalb auf nur noch neun Runden reduziert.
Razgatlioglu gewann den Start, doch auch Bautista und Rea reihten sich nach wenigen Kurven hinter dem schnellen Türken ein. In Runde 6 übernahm Bautista die Führung, auch Rea presste sich an Razgatlioglu vorbei. Die Entscheidung fiel in der letzten Runde: Rea überrumpelt Bautista und fuhr seinen 100. Sieg für Kawasaki ein. Mit dem Ducati-Piloten auf Platz 2 und Razgatlioglu als Dritter ist es dasselbe Podium wie im ersten Rennen.
Doch 45 Minuten nach der Zielduchfahrt wurde Bautista um eine Position zurückversetzt, weil er in der letzten Runde das Streckenlimit überfuhr. Somit erbte Razgatlioglu den zweiten Platz, Bautista kam als Dritter in die Wertung.
Mit Platz 5 fuhr Iker Lecuona für Honda erneut ein feines Ergebnis ein – der Spanier setzte sich in einer Gruppe von bis zu sieben Piloten durch.
Die beste BMW brachte Loris Baz auf Platz 6 ins Ziel.
Superbike-Rookie Philipp Öttl hatte einen schwachen Start, kämpfte sich aber konsequent auf Platz 9 nach vorne.
So lief das Rennen
Start: Razgatlioglu vor Bautista, Lowes und Rea in die erste Kurve. Lecuona auf Platz 8, Baz 12 und Öttl 16.
Runde 1: Razgatlioglu 0,4 sec vor Bautista und 0,7 sec vor Rea und Lowes. Rinaldi (5.) bereits 2,2 sec zurück. Lecuona Siebter, Baz Elfter und Öttl auf 14.
Runde 2: Schnellste Rennrunde Bautista in 1:33,620 min. Die Top-3 innerhalb 0,5 sec.
Runde 3: Bautista (2.) macht Druck auf Razgatlioglu (1.). Lowes (4.) kann den Speed nicht mitgehen und liegt bereits 2,8 sec zurück. Öttl auf 13.
Runde 4: Locatelli (6.) holt massiv zu Rinaldi (5.) auf. Rinaldi und Lecuona kämpfen um Platz 6.
Runde 5: Razgatlioglu weiter vorne, aber es geht in jeder Kurve verdammt eng zu. Locatelli kassiert Lowes und ist Vierter.
Runde 6: Bautista und Rea vorbei an Razgatlioglu. Öttl überholt Vierge und ist Zwölfter.
Runde 7: Bautista und Rea setzen sich leicht von Razgatlioglu. Locatelli (4.) schon 5,6 sec zurück. Rinaldi, Lecuona, Gerloff, Baz und Bassani kämpfen um Platz 6.
Runde 8: Bautista und Rea 0,5 sec vor Razgatlioglu. Lecuona jetzt Sechster. Ausfall Lowes. Öttl auf Platz 10.
Letzte Runde: Rea vorbei an Bautista und gewinnt vor dem Spanier und Razgatlioglu.
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