Strafen für Lewis Hamilton (Ferrari) zu Unrecht? GP-Sieger Herbert ist baff
Ferrari-Star Lewis Hamilton hat sich in Ungarn eine Strafe eingehandelt, das kostete einen Podestplatz. Danach gab es kritische Worte des Champions. Zu Unrecht, findet GP-Sieger Johnny Herbert.
Gleich zwei Mal musste Lewis Hamilton (41) beim Ungarn-GP eine Strafe der Rennkommissare verdauen: Drei Ränge zurück in der Startaufstellung zum Rennen, weil er Oscar Piastri aufgehalten hatte; dann Zeitstrafe im Grand Prix, weil er den Tempobegrenzter zu früh ausgeschaltet hatte am Ende der Boxengasse und daher zu schnell unterwegs war. Das kostete die Chance auf einen Podestplatz.
Danach monierte der 106-fache GP-Sieger auf Instagram: «Manchmal kommt es einfach Schlag auf Schlag. Das ist frustrierend, aber wir machen weiter.»
Der Sieger des diesjährigen Barcelona-GP hat verschiedene Male kritisiert, dass es den Urteilen der Rennpolizei an Konstanz mangle. Und er hat zwischen den Zeilen angedeutet, dass er vielleicht mehr unter Beobachtung stehe als andere Piloten.
Aber der langjährige Formel-1-Fahrer Johnny Herbert kann sich dieser Ansicht nicht anschliessen. Der 161-fache GP-Teilnehmer (drei Siege, WM-Vierter 1995) hat jahrelang als Rennkommissar gearbeitet und weiss genau, welche Diskussionen unter den Regelhütern da geführt werden, wenn ein Fahrer oder ein Team patzen.
Herbert hält fest: «Man darf einen Fahrer nicht bestrafen, nur weil man ihn vielleicht nicht mag. So funktioniert das nicht. Die Richtlinien sind klar und einfach. Es sind vier Rennkommissare im Raum, die eng zusammenarbeiten. Man kann die Regeln und Richtlinien nicht ignorieren, denn das führt zu allerlei anderen Problemen. Außerdem würde es die Fahrer aufbringen.»
«Konstanz bei der Vergabe von Strafen ist ganz entscheidend, und meiner Meinung nach machen die Stewards einen hervorragenden Job.»
«Der Geschwindigkeitsverstoss in Ungarn war Hamiltons Schuld und basta. Man kann dafür niemand Anderem die Schuld geben. Hätte der Lewis Hamitlon von vor zehn Jahren so etwas getan? Wahrscheinlich nicht. Ich weiss nicht, warum er sich am Hungaroring verschätzt hat. Letztlich gibt es dafür aber keine Ausrede.»
«Es ist wirklich nicht so, dass die Stewards etwas gegen Lewis hätten. So funktioniert das nicht unter den Regelhütern.»
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