Superbike WM • Neu
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Änderungen im Superbike-Reglement 2027 sollen die Spannung zurückbringen und die Show auf der Rennstrecke verbessern. Ducati nimmt die Herausforderung selbstbewusst an.
Monatelang diskutierten die Repräsentanten der Hersteller in den Treffen der MSMA (das Kürzel steht für Motorcycle Sports Manufacturers Association) über mögliche Änderungen im technischen Reglement der Superbike-WM, um für mehr Ausgeglichenheit zu sorgen. Als derzeit dominierender Hersteller hatte Ducati naturgemäß keinen Handlungsbedarf, zumal man erst für 2026 ein neues Homologationsmodell der V4R brachte.
Beschlüsse der MSMA müssen einstimmig erfolgen, damit sie anschließend in der gesetzgebenden Superbike-Commission diskutiert und verabschiedet werden können. Hier reden auch Vertreter von Promoter Liberty (vormals Dorna) und des Motorrad-Weltverbands FIM mit.
Im Rahmen der Superbike-WM in Donington Park traf sich die Superbike-Commision und am 31. Juli wurden die weitreichenden Änderungen im Superbike-Reglement bekannt. Bereits ab 2027 ergänzt eine Maximaldrehzahl die aktuelle Limitierung der Kraftstoffdurchflussmenge als zweites Balance-Instrument. Alle zwei Veranstaltungen kann einem Hersteller 500/min mehr oder weniger Drehzahl genehmigt werden.
Für Ducati war die Zustimmung mit einem Kompromiss verbunden. Einerseits winkte man der Maximaldrehzahl durch, andererseits erreichte man die Verschiebung der Hubraum-Erhöhung auf 1200 ccm auf 2030.
Begeisterung hört sich jedoch anders an. «Es ist noch sehr früh, aber mit Sicherheit wird es die Dinge stark verändern, und die Auswirkungen auf das Motorrad werden ziemlich groß sein», grummelte Ducatis Technikkordinator Marco Zambenedetti. «Wir werden uns wieder an die Arbeit machen und versuchen, den besten Weg zu finden, unsere Entwicklung so zu steuern, dass wir das Beste aus unserem Paket herausholen können. Mit den neuen Regeln wird unsere Leistung sicherlich sinken, aber ich vertraue darauf, dass meine Ingenieure gute Arbeit leisten werden.»
Für Zambenedetti ist klar: Die anderen Werke werden sich schwertun, Ducati einzuholen. «Wir werden sehen, ob diese Änderungen den anderen Herstellern helfen, den Rückstand aufzuholen. Ich denke, es wird weiterhin einen gewissen Abstand zwischen ihnen und uns geben – aber es ist noch früh. Das wird sich Anfang nächsten Jahres zeigen», sagte der Ducati-Manager selbstbewusst. «Auch die Reifen ändern sich, was eine wichtige Neuerung ist. Wir haben hervorragende Ingenieure und ein gut durchdachtes Motorrad. Wir werden versuchen, das Beste herauszuholen, egal was passiert.»
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