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Wenn Marco Melandri über Testfahrten oder Trainings spricht, zählt er zuerst die schlechten Dinge auf. Schnell ist der Aprilia-Werksfahrer trotzdem immer.
1,4 Sekunden Rückstand am ersten Tag, 0,6 sec Rückstand am Ende des zweiten und letzten Testtages im MotorLand Aragón: Marco Melandri findet sich auf seinem neuen Arbeitsgerät Aprilia RSV4 zunehmend zurecht.
"Das war ein guter Tag", fasste Melandri im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zusammen. Und sagte dann mit einem schiefen Grinsen im Gesicht: "0,9 sec Rückstand auf Baz? Ja klar..."
"Wir haben weiterhin an meiner Sitzposition gearbeitet, haben einiges am Chassis und mit den Federelementen probiert. Ich verstehe jetzt die verschiedenen Abstimmungen, kann aber noch keine auswählen. Heute war kein guter Tag, um eine Entscheidung zu treffen. Immer wenn wir etwas am Motorrad veränderten, änderte sich auch die Asphalttemperatur – oder der Wind drehte. Mein Rhythmus war okay, nicht so schlecht. Mit dem weichen Reifen konnte ich aber nur zwei oder drei Runden fahren, dann war er zerstört. Der Reifen ist nicht für so kalte Bedingungen gemacht."
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Es war trotz Sonnenschein nur um die 10 Grad Celsius warm.
Nur einmal ging der Italiener auf Zeitenjagd: "Da machte ich aber gleich in der ersten fliegenden Runde einen Fehler, in der nächsten war der Reifen schon hinüber."
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Alle MotoGP-Fans fieberten der Saison 2025 entgegen. Ein sensationeller Dreikampf mit Marc Marquez, Pecco Bagnaia und Jorge Martin war vorprogrammiert. Doch für zwei Piloten lief das Jahr komplett aus dem Ruder.
Dass er auf gleichen Reifen 0,6 sec auf den Besten Jonathan Rea (Pata Honda) einbüßte, macht dem WM-Vierten kein Kopfzerbrechen: "Wenn ich mir die Reihenfolge heute anschaue, das ist nicht sehr realistisch... keine Ahnung."
Testzeiten Aragón, Tag 2:
1. Loris Baz (F), Kawasaki, 1:57,1 min (mit Qualifyer)
2. Jonathan Rea (GB), Honda, 1:57,4
3. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:57,6
4. Marco Melandri (I), Aprilia, 1:58,0
5. Davide Giugliano (I), Ducati, 1:58,2
6. Leon Haslam (GB), Honda, 1:58,5
7. David Salom (E), Kawasaki, 1:59,8
8. Alex Hofmann (D), Aprilia, 2,00,8
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