Albert Arenas (Yamaha): «Wussten, dass es schwierig wird»
Auch die Supersport-WM 2026 steht vor der Entscheidung. Beim Meeting in Cremona verpasste Albert Arenas den vorzeitigen Titelgewinn, doch in zwei Wochen in Estoril hat der Yamaha-Pilot einen Elfmeter.
Zweite Plätze reichten nicht aus, damit sich Albert Arenas beim drittletzten Rennwochenende der Supersport-WM 2026 zum Weltmeister krönen konnte. 86 Punkte Vorsprung bei noch 100 zu gewinnenden Punkten hat der Yamaha-Pilot auf Valentin Debise (ZX Moto), der jeweils einen vierten und fünften Platz erreichte.
«Nach dem Nuller im ersten Lauf in Magny-Cours war uns klar, dass der Titelgewinn in Cremona schwierig würde», winkte der Spanier im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Sebastian Fränzschky ab. «Also habe ich mich darauf fokussiert, in beiden Rennen die bestmöglichen Ergebnisse einzufahren. Die Strecke hat mir auf Anhieb gefallen, als ich sie im freien Training erkundet habe. Dafür, dass wir zum ersten Mal hier waren, lief es wirklich gut. Trotz der Anspannung blieben wir alle cool und haben unseren Job erledigt.»
Zur Erinnerung: In Frankreich wurde Arenas bereits in der dritten Runde von einem anderen Fahrer vom Motorrad gerammt – von Jeremy Alcoba, der ihm nun die Cremona-Siege vor der Nase wegschnappte.
Kein anderer Pilot der Supersport-Kategorie in diesem Jahr ist auch nur annähernd so konstant wie Arenas, der in 20 Rennen drei Siege und 16 Podestplätze sammelte. In Cremona musste er sich nur seinem Landsmann unterordnen, der beim Heimrennen seines Kawasaki-Teams scheinbar wie aus dem Nichts einen lupenreinen Doppelsieg einfahren konnte. Arenas verpasste die Siege nur um 0,6 und 0,5 sec.
«Am Samstag war ich echt frustriert, weil wir ein Problem mit der Elektronik hatten. Nach dem zweiten Rennen war es das Gegenteil», erzählte der Yamaha-Pilot. Das Bike lief wie geschmiert, aber die Kawasaki schien einfach ein wenig mehr Speed zu haben. In den ersten Runden konnte ich mit den frischen Reifen etwas mehr herausholen, gerade in der Beschleunigung. Man darf nicht vergessen, dass Yamaha fünf Kilogramm mehr wiegen muss, und das spürt man. Das gehört zu dieser Meisterschaft aber dazu und man muss das Beste daraus machen. Außerdem hat Kawasaki insgesamt sechs Testtage in Cremona – wir einen im Regen – und das zahlte sich für sie aus.»
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