Steven Odendaal unter Druck: Domi Aegerter zu stark?
Seit der Ankunft von Ten Kate und Domi Aegerter in der Supersport-WM sind Siege für das Yamaha-Weltmeisterteam Bardahl Evan Bros kein Selbstläufer mehr. In Assen musste man eine herbe Niederlage einstecken.
Dominique Aegerter und Steven Odendaal (beide Yamaha) sind die dominierenden Fahrer in der Supersport-WM 2021, wobei der Schweizer einen Lauf hat: Beim Heimrennen seines Teams Ten Kate in Assen hat der Rohrbacher einen weiteren Doppelsieg eingefahren, auch in Misano gewann der frühere Moto2-Pilot beide Rennen, dazu das zweite Rennen in Estoril. Die ersten drei Saisonrennen hatte noch der Südafrikaner vom favorisierten Weltmeisterteam Bardahl Evan Bros gewonnen.
Für Odendaal war das Meeting in den Niederlanden bitter. Nach Platz 2 im ersten Rennen stürzte der 28-Jährige aus Johannesburg im zweiten Lauf und kreuzte nur als 13. die Ziellinie. In Folge wuchs sein Rückstand in der Gesamtwertung auf nun bereits beträchtliche 44 Punkte.
"Das erste Rennen war positiv, auch wenn ich keine Punkte auf Aegerter gutmachen konnte. Wir hatten uns für eine Hinterreifenmischung entschieden, die uns nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht hat, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", sagte Odendaal. "Der Sturz hat leider mein Rennen beeinflusst. Zum Glück konnte ich neu starten und noch drei Punkte holen. Es war sicherlich nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich entschuldige mich beim Team, aber manchmal läuft es leider nicht wie geplant. Wir haben das Potenzial, zu gewinnen, also müssen wir nur positiv bleiben und auf Most hinarbeiten."
Teamchef Fabio Evangelista nimmt die Niederlage gelassen und steht hinter seinem Fahrer.
"In der Meisterschaft haben wir jetzt einen ziemlich großen Rückstand auf die Spitze, aber es sind noch viele Rennen zu fahren, wir geben nicht auf", sagte der Italiener. "Die Bilanz des Wochenendes ist auf jeden Fall positiv. Steven hat im ersten Lauf sein ganzes Talent gezeigt und den zweiten Platz eingefahren. Danach hat der Sturz im langsamsten Teil der Strecke ihn daran gehindert, um das Podium oder den Sieg zu kämpfen – aber nicht davon, das Rennen zu Ende zu fahren und ein paar Punkte mitzunehmen. Er ist ein großartiger Profi!"
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