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Triumph Rocket 3 mit mehr Elektronik: Power-Cruiser bekommt Auffrischung

Das Dreizylinder-Kraftwerk als Hauptmerkmal bleibt, doch das Rezept wird angepasst: Triumphs aufgefrischte Rocket 3 bekommt mehr Elektronik und Komfort. Ein optisches Kennzeichen hat ausgedient.

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Fast 2,5 Liter Hubraum aus drei Zylindern und 225 Newtonmeter Drehmoment, die auf die Kardanwelle gestemmt werden: Die Triumph Rocket 3 ist allein ihres Antriebs wegen Image- und Technologieträger für die britische Marke und Sinnbild für das Segment «Power-Cruiser», das in Europa derzeit sonst nur von der Konkurrenz aus Bologna bespielt wird. Gleichzeitig ist die Rocket 3 in ihrer aktuellen Generation inzwischen sieben Jahre alt.

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Sieben Jahre, in denen Triumph zwar weiter an der Leistungsschraube drehte, von zunächst 167 auf inzwischen 182 PS. Die Peripherie des Motors ist jedoch weitestgehend unangetastet, Zeit also für eine Auffrischung. Das denken sich offenbar auch die Ingenieure der Marke aus Hinckley, denn diese arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer tiefgreifend überarbeiteten Rocket 3. Dies legen Sichtungen eines frühen Entwicklungsträgers nahe, den wir in Spanien bei Testfahrten beobachten konnten. Und die Neuerungen, die die Testfahrer am auf unseren Fotos zu sehenden Prototyps auf ihre Produktionstauglichkeit testen, gehen weit über Kosmetik hinaus: Die offensichtlichste Neuerung ist die Frontpartie, deren Gestaltung am Motorrad auf unseren Fotos zwar noch überwiegend provisorisch ist. Doch in ihr verbauen die Briten künftig offenbar ein Radarmodul, das als Basis für einen adaptiven Tempomaten und einen Notbremsassistent dienen dürfte. Auch in Tiger 900 und 1200 nimmt Triumph dieses System im Frühjahr ins Angebot.

Die Leuchteinheiten der Rocket 3 werden in diesem Zug ebenfalls neu gestaltet, auch wenn sich die finale Gestaltung hier noch nicht erkennen lässt. Die aktuellen, charakteristischen doppelten Rundscheinwerfer haben jedenfalls ausgedient. Die Vorderradgabel deutet auf ein künftig semiaktives Fahrwerk hin. Auf der Gabel sitzt eine neue Brücke, auf der ein höher installierter Lenker in geändertem Winkel für eine angepasste Ergonomie sorgt.

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Am Prototyp ist ein neuer TFT-Bildschirm verbaut – unklar, ob dessen Gestaltung bereits final ist. Der überarbeitete Tank mündet in eine ebenfalls überarbeitete Sitzbank. Sie sitzt auf einem neu konstruierten Heckrahmen. Dort wo im aktuellen Modell das Rücklicht zu finden ist, sitzt künftig ein weiteres Radarmodul, das mutmaßlich den rückwärtigen Verkehr im Blick behält, um den Fahrer mit Warnhinweisen über beispielsweise Fahrzeuge im toten Winkel zu versorgen. Unter anderen nutzen Ducati und BMW längst Systeme ähnlicher Machart. Wie am Vorderrad, ist auch die Federung am Hinterrad neu. Dazu passt, dass die höher ausgearbeitete Sozius-Sitzlehne am Heck des Prototyps, gemeinsam mit der installierten Scheibe, darauf hindeutet, dass es sich beim hier gezeigten Motorrad um die künftige GT-Variante handelt. Auch die Radarmodule sowie die semiaktive Federung passen ins Bild und deuten darauf hin, dass Triumph mit der Rocket 3 künftig mindestens einen Hauch mehr Langstreckentauglichkeit einimpfen wird als dies derzeit der Fall ist. Der bärenstarke Triple dürfte mit der richtigen Abstimmung für diese Aufgabe jedenfalls prädestiniert sein. An ihm sind äußerlich ebenso wenig Neuerungen zu sehen, wie an Rädern und Bremsen. Wann die Briten die Neuauflage präsentieren, ist nicht abzusehen. Der hohe Anteil noch provisorischer Teile legt aber nahe, dass es noch mehr als ein Jahr dauern dürfte.

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