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Sébastien Loeb hat zum sechsten Mal in Folge die Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen. Der neue und alte Champion aus Frankreich überflügelte mit dieser bislang einzigartigen Titelserie Michael Schumacher, der von 2000 bis 2004 nonstopp fünf seiner insgesamt sieben Formel 1-Meisterschaften gewonnen hatte. Um einen Punkt setzte er sich im Citroën C4 am Ende gegen seinen zuvor um einen Zähler vor ihm liegenden Rivalen Mikko Hirvonen (Ford Focus) durch. Bei seinem 54. Gesamtsieg und seinem siebten Saisontriumph schlug er seinen neuen und alten Kronprinzen Hirvonen um 1:06,1 Minuten.
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"Ich bin sehr, sehr glücklich. Es war eine unglaubliche Saison. Wir hatten einen guten Start, dann verließ uns das Glück. Wir kamen hierher mit einem Punkt hinter Mikko und haben nun um einen Zähler vor ihm den Titel gewonnen. Der Kampf mit ihm war unwahrscheinlich hart", sagte mit einem strahlendem Gesicht unter dem trüben Himmel in Wales der 35-jährige Loeb, der allerdings auf ein weiteres Highlight in seiner Karriere verzichten muss. Weil er nicht die erforderliche Superlizenz erhielt, musste er seine geplante Formel 1-Premiere im Toro Rosso beim Finale in Abu Dhabi absagen. Eine wichtige Titelvorentscheidung fiel auf der vorletzten Saisonentscheidung. Am Ford von Hirvonen löste sich die Motorhaube, weswegen der Finne anhalten musste und 1:07,5 Minuten auf Loeb und somit seinen ersten Titel endgültig verlor. "Nach einer Kuppe löste sich die Motorhaube. Weil ich nichts mehr sah, musste ich anhalten und diese entfernen. Nur noch ein Wunder hätte mir helfen können", erklärte ein sehr enttäuschter Hirvonen sein Pech beim WM-Schlussakt, bei dem der drittplatzierte Dani Sordo (Citroën C4) bis auf eine Sekunde an den Finnen herankam. Der viermalige Wales-Sieger Petter Solberg schloss seinen Einstand im Citroën Junior-Team mit dem vierten Platz (Rückstand: 1:28,1 Minuten) ab.
Nach einem Ausrutscher auf der vorletzten Entscheidung fiel der Berliner Aaron Burkart bei seiner WM-Premiere im C4 WRC des Citroën Junior-Teams aus den Top Ten und kam auf den 13. Platz (Rückstand: 24:56,5 Minuten) ins Ziel. Dort schied auch der bis dahin fünftplatzierte Sébastien Ogier nach einem Anflug mit seinem Citroën C4 aus.
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Nach dem Gewinn der Junior-WM reichte dem Mitsubishi-Piloten Martin Prokop in der Produktionswagen-Meisterschaft (PWRC) ein dritter Platz, um sich in dieser WM-Wertung den Vize-Titel zu sichern. Eyvind Brynildsen wurde im Skoda Fabia S2000 mit seinem PWRC-Sieg in Wales mit 32 Punkten Tabellendritter. Der bereits vor dem Finale feststehende Champion Armindo Araujo wurde im Mitsubishi Zweiter.
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Loeb ist der Überflieger in der Rallye-WM, eine Ausnahmeerscheinung wie einst Michael Schumacher in der Formel 1. Lange Zeit galt der Allround-Motorsportler, der auf bislang auf jedem Untergrund siegte, als Perfektionist, bis zum Beginn der zweiten Saisonhälfte. Eigene Fahrfehler wie sein schwerer Unfall im Juni in Griechenland und technisches Pech ließen in der zweiten WM-Halbzeit seine Serie von zuvor fünf Siegen hintereinander reißen. Mit seinem 53. Laufsieg in Spanien meldete er sich in den Titelkampf zurück, den er in Wales zum sechsten Mal hintereinander gewann. Seinen ersten Triumph feierte er 2002 bei der deutschen WM-Premiere. Insgesamt siegte er bis 2008 in Deutschland als Rekord sechsmal hintereinander.
Endstand nach 3 Etappen, 16 Prüfungen (= 348,30 km) und1.482 Gesamtkilometern in Cardiff
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1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën C4 WRC + 3:16:25,4 h. 2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Focus WRC, + 1;06,1 min. 3. Dani Sordo/Marc Marti (E), Citroën C4 WRC, + 1:07,1 4. Petter Solberg/Philip Mills (N/GB), Citroën C4 WRC, + 1:28,1
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5. Henning Solberg/Cato Menkerud (N), Ford Focus WRC, + 6:28,0 6. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Focus WRC, + 7:46,0 7. Jari-Matti Latvala/Miikka Antilla (FIN), Ford Focus WRC, + 12:11,9 8. Conrad Rautenbach/Daniel Barritt (ZW/GB), Citroën C4 WRC, + 14:27,8
Fahrer: 1. Loeb (Frankreich/Citroën Total World Rally Team): 93 Punkte 2. Hirvonen (Finnland/BP-Ford Abu-Dhabi World Rally Team): 92 3. Sordo (Spanien/Citroën Total World Rally Team): 64
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4. Jari-Matti Latvala (Finnland/BP-Ford Abu Dhabi World Rally Team): 41 5. P. Solberg (Norwegen/Petter Solberg Rallying MSN Edition): 35 6. H. Solberg (Norwegen/Stobart M-Sport Ford Rally Team): 33 7. Matthew Wilson (Großbritannien/M-Sport Rally Team): 28
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