Rovanperä erneut Champion, Neuville Sieger
Der «Final Countdown» im Titelrennen blieb bei der Zentral Europa Rallye, vorletzter Lauf zur Weltmeisterschaft, nach dem Pech von Elfyn Evans aus. Kalle Rovanperä feierte beim Sieg von Thierry Neuville seinen 2. Titel.
Mit gebremsten Tempo beim Finale der
Als Sieger begrüßte Söder Thierry Neuville, der nach 18 Prüfungen im Hyundai i20 Rally1 Rovanperä um 57,5 Sekunden hinter sich ließ. Beim Finale in drei Wochen in Japan kann sich aber Neuville (184 Punkte) gegen Evans (191 Zähler) seine sechste Vizemeisterschaft sichern. Toyota hatte schon in Chile seinen Titel vor Hyundai verteidigt.
Mit leicht feuchten Augen freute sich Rovanperä in Anwesenheit des deutschen Doppelweltmeisters Walter Röhrl über seine zweite Krone: "Ich fühle mich wirklich großartig.Für mich ist dieser Titel dieses Jahr wichtiger, weil die Konkurrenz stärker war.Wir haben wirklich einen tollen Job gemacht.Ein großes Dankeschön an Jonne, der auch der beste Beifahrer der Welt ist, genau wie mein Team, das das beste Team ist.Das ist großartig.Ich werde diesen Titel mehr genießen als den ersten."
Neuville wusste seinen Sieg beim WRC-Debüt der
Leichte Freude auch bei Ott Tänak, der bei seiner vorletzten Dienstfahrt im Ford Puma Rally1 den dritten Platz (+ 1:52,8) und damit das Podium erreichte: "Ein Podium ist immer willkommen. Es war kompliziert und bei all diesen Kreuzungen ist es schwierig, einen guten Rhythmus zu halten. Wir haben es heute geschafft und dieses Podium ist für alle gut."
15,8 Sekunden hinter ihm verpasste der achtfache Weltmeister Sébastien Ogier, der im Toyota GR Yaris Rally1 als Wahl-Münchner bei seinem "Heimspiel" seinen vierten Saisonsieg einfahren wollte und auf diesen wegen frühen Reifenpechs darauf verzichten musste, das Podest. "An diese Rallye werden wir uns nicht mehr so viel erinnern.Der erste Tag war für uns eine Katastrophe.Danach war es eine normale Rallye.Wir werden versuchen, die Saison in Japan mit einer guten Leistung abzuschließen.Herzlichen Glückwunsch an Kalle und ich bin mir sicher, dass dies nicht sein letzter Titel sein wird."
Hinter ihm folgten sein Toyota-Partner Takamoto Katsuta (+ 2:48,3), Teemu Suninen (+ 3:06,3) im zweiten Hyundai und Grégoire Munster (+ 4:22,3) im privat eingesetzten Ford Puma auf den nächsten Plätzen.
Adrien Fourmaux (+ 11:35,8) war zwar in seinem Werks-Ford Fiesta MKII auf P8 der schnellste WRC2-Pilot, doch die FIA-Wertung gewann, weil hierfür gemeldet, auf P9 Nicolas Ciamin im Škoda Fabia RS 32,7 Sekunden Erik Cais und 2:06,9 Minuten vor Kajetan Kajetanowicz, ebenfalls Škoda. Andreas Mikkelsen (Skoda) feierte trotz P15 in der Rally2-Wertung nach 2021 seinen zweiten Titel.
Der zweifache Österreichische Meister Simon Wagner beendete im Škoda Fabia sein WRC-Heimspiel auf dem 17. Gesamtrang (+ 16:24,2). Armin Kremer belegte mit seiner Tochter Ella im Škoda Fabia als Sieger in der Master-Wertung (Teilnehmer über 50 Jahre) den 20. Platz (+ 21:28,1).
Alle drei engagierten Herstellerteams mussten auch Rückschläge einstecken. Für den ersten sorgte (wieder einmal) Esapekka Lappi, der nach einem guten Start auf der dritten Position seinen Huyndai i20 Rally1 nach einem vehementen Abflug einen Fall für die Schrottpresse machte. Den peinlichsten Rückschlag musste wohl der Titelkandidat Elfyn Evans hinnehmen. Auf der elften Entscheidung vergab er seine letzte Chance auf seinen ersten Titel (wenn auch mehr theoretisch), als er bei einer Passage durch ein Gehöft seinen Toyota GR Yaris Rally1 verlor und in eine Scheune krachte, mit der vorzeitige Aufgabe und mit dem Titelverlust. Der zweifache Saisonsieger Ott Tänak sorgte bei seiner vorletzten Dienstfahrt im Ford Puma Rally1 mit dem letzten Podestplatz wieder für etwas Licht im Lager von M-Sport. Schatten aber spendete wieder einmal Pierre-Louis Loubet mit einigen Fahrfehlern und technischen Problemen wie Antrieb am Ende. Er belegte den zehnten Endrang (+ 12:04,3).
Die neue
Endstand nach 18 Prüfungen
Pos.
Team/Nat/Fahrzeug
Zeit
1
Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai
2:52:39,9
2
Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota
+ 57,6
3
Tänak/Järveoja (EE), Ford
+ 1:52,8
4
Ogier/Landais (F), Toyota
+ 2:08,6
5
Katsuta/Johnston (J/IRL), Toyota
+ 2:48,3
6
Suninen/Markkula (FIN), Hyundai
+ 3:06,3
7
Munster/Louka (L/B), Ford
+ 4:22,2
8
Fourmaux/Coria (F), Ford Fiesta
+ 11:35,8
9
Ciamin/Roche (F), Skoda
+ 11:53,1
10
Loubet/Veillas (F), Ford
+ 12:04,3
Fahrer-WM Stand nach 12 von 13 Läufen
Pos.
Team/Nat/Fahrzeug
Punkte
1
Kalle Rovanperä (FIN), Toyota
235
2
Elfyn Evans (GB), Toyota
191
3
Thierry Neuville (B), Hyundai
184
4
Ott Tänak (EE), Ford
152
5
Sébastien Ogier (F), Toyota
114
6
Esapekka Lappi (FIN), Hyundai
98
7
Takamoto Katsuta (J), Toyota
89
8
Dani Sordo (E), Hyundai
63
9
Teemu Suninen (FIN), Hyundai
42
10
Oliver Solberg (S), Škoda
33
Hersteller-WM Stand nach 12 von 13 Läufen
Pos.
Team/Nat/Fahrzeug
Punkte
1
Toyota Gazoo Racing WRT
504
2
Hyundai Shell Mobis WRT
399
3
M-Sport Ford WRT
271
Link zur
Die Zentral Europa Rallye auf ServusTV:
Video-Aufzeichnungen
Zentral Europa Rallye bei Red Bull TV
Red Bull TV wird auch die Zentral Europa Rallye, den zwölften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Tschechien, Österreich und Deutschland (26. bis 29. Oktober 2023), mit Live-Streams begleiten. Jeweils um 22:00 Uhr MESZ sind zudem bei Red Bull TV am Freitag (27. Oktober), am Samstag (28. Oktober) und am Sonntag (29. Oktober) schon um 21:00 Uhr MEZ die Highlights des jeweiligen Tages zu sehen.
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