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Pit Beirer (KTM): «Die Eisdecke in MotoGP ist dünn»
Bei der Red Bull-KTM-Teamvorstellung am Dienstag waren neben den MotoGP-Werksfahrern Pol Espargaró und Johann Zarco auch die Teams von Ajo und Tech 3 mit dabei. «Wir verfolgen einen langfristigen Plan», so Pit Peirer.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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Vor der dritten MotoGP-Saison fand heute im Stadtsaal in Mattighofen die "Red Bull KTM Factory Racing MotoGP Team Presentation" statt. Bei diesem Anlass präsentierten KTM und Red Bull insgesamt elf Fahrer aus drei unterschiedlichen Teams. Das wirklich echte Werksteam von KTM tritt in der MotoGP mit Pol Espargaró und Johann Zarco auf. Dann gibt es in Orange noch das Red Bull KTM-Ajo Team, in der Moto2 mit Brad Binder und Jorge Martin, in der Moto3 mit Valencia-Sieger Can Öncü (15). Dazu kommt das neue Red Bull KTM Tech 3 Junior Team, das in der Moto2 mit Marco Bezzecchi und Philipp Öttl und in der MotoGP mit Miguel Oliveira und Hafizh Syahrin aufmarschiert und im blauen Red Bull-Design zu sehen ist, das man von der Scuderia Toro Rosso kennt.
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Das dritte Jahr in der Königsklasse also für KTM. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Pierer will mit der RC16 einstellige Ergebnisse sehen. "Im fünften Jahr wollen wir gewinnen", erklärte er. Teammanager Mike Leitner weiß: "Selbst Top-Ten-Plätze sind in diesem Feld beachtlich." Zur Erinnerung: Pol Espargaró schaffte 2018 nur einen – aber gleich mit Platz 3 in Valencia. "2017 haben wir mit Pol zwei neunte GP-Ränge erreicht und dann gesagt, wir wollen 2018 die Top-6 angreifen. Aber wir haben es nicht einmal geschafft, bei einem Rennen Achter zu werden – mit Ausnahme des Regenrennens in Valencia", räumt KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer ein. "In der MotoGP-Liga muss man mit Prognosen sehr vorsichtig sein. Wir wollen uns einfach sauber verkaufen und im Gesamtprojekt wieder einen Schritt nach vorne machen. Wir wussten nach den Tests im November: Es werden jetzt noch 100 Kleinigkeiten sein, die wir an unserem Motorrad verbessern müssen." Und was erwartet Pit Beirer vom Tech3-Team in der MotoGP-WM 2019: "Wir hoffen, dass Miguel Oliveira schnell lernt und auch Hafizh Syahrin genauso einzelne Highlights raushauen kann, wie er es bei Tech3 im Jahr 2018 schon gemacht hat. Wir hoffen, dass sie die Top-Ten angreifen können. Aber wir müssen zuerst selber mit dem Werksteam mal konstant in den Top-Ten ankommen, bevor wir sagen können, das Satellitenteam muss auch in die ersten Zehn fahren."
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Stefan Pierer hat angekündigt, man werde sich notfalls in der MotoGP zehn Jahre bis zum ersten Sieg gedulden. "Wir haben bei der Dakar auch erst im zehnten Jahr gewonnen und in der US-Supercross-Serie hat es sieben Jahre bis zum ersten Titelgewinn mit Ryan Dungey gedauert", gibt er zu bedenken.
Pit Beirer ergänzt: "Wir bei KTM sind nicht bekannt dafür, dass wir in irgendeine Serie einsteigen, uns fürchten und wieder nach Hause laufen. Wir sind seriös in die MotoGP-WM eingestiegen. Wir haben uns sehr sorgfältig darauf vorbereitet und verfolgen einen langfristigen Plan."
"2012 sind wir in den GP-Sport zurückgekehrt, jetzt haben wir Strukturen vom Red Bull Rookies Cup über die Moto3- und Moto2-Klasse bis in die MotoGP. Dank Hervé Poncharal, der an uns glaubt, haben wir jetzt auch ein MotoGP-Kundenteam", unterstrich er. Mugello 2014: Wie alles begann
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KTM-Motorport-Direktor-Pit Beirer war beim Mugello-GP 2014 in geheimer Mission unterwegs. Er musste für Firmenchef Stefan Pierer und Vorstandsmitglied Hubert Trunkenpolz abklären, wie ein MotoGP-Einstieg des Mattighofener Werks am besten vollzogen werden konnte. Es ging um die Erstellung eines Zeitplans, um die Abschätzung der Kosten, um geeignetes Personal. Am 31. Juli 2014 bestätigte Stefan Pierer im Interview mit SPEEDWEEK.com: "KTM wird 2017 in der Königsklasse mitfahren." Es war nicht das erste Mal. Schon für 2005 plante KTM eine Teilnahme an der MotoGP-WM, damals galt noch ein Hubraumlimit von 990 ccm. Ing. Kurt Trieb entwickelte einen V4-Motor, aber es fehlten die finanziellen Ressourcen, die Kosten wurden grob unterschätzt. Das MotoGP-Werksteam wurde im Juli 2004 abgeblasen. Aber weil die Motoren schon fertig waren, wurden sie dem Team Roberts für 2005 zur Verfügung stellt – für Shane Byrne und Jeremy McWilliams. Ein Misserfolg. Vor dem Brünn-GP im August kassierte KTM die Motoren wieder ein. Der zweite Anlauf ist von viel Professionalität geprägt. Inzwischen existiert eine wahrhafte KTM-Rennabteilung, sie nennt sich KTM Factory Racing und ist in Munderfing beheimatet. Das ursprünglich Konzept von 2014 wurde bei KTM in einem Punkt geändert: Statt eines Semi-Werksteams wie in der Moto3 mit Aki Ajo wurde ein echtes Werksteam installiert und ein Fünf-Jahres-Vertrag mit der Dorna abgeschlossen.
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Nach den ersten zwei Jahren kam ein Drei-Jahres-Deal mit Tech3-Teambesitzer Hervé Poncharal dazu, der nun (wie in der Moto2) das Red Bull KTM Junior-Team bildet und mit Moto2-Vizeweltmeister Miguel Oliveira und dem Malaysier Hafizh Syahrin (als Rookie drei zehnte MotoGP-Plätze 2018) eine vielversprechendes Fahrerduo in die WM schickt. KTM hat bis heute 297 WM-Titel gewonnen (Cross, Enduro, Rallye, Grand Prix Road Racing), dazu 89 GP-Siege (125 ccm, 250 ccm, Moto3 und Moto2) und wie geplant beim Valencia-GP 2016 mit Wildcard-Fahrer Mika Kallio das Debüt in der MotoGP-WM gefeiert, oder die Rückkehr, wenn man’s genau nimmt. Die meisten MotoGP-Punkte für KTM kassierte bisher Pol Espargaró. Auch sein bisheriger Teamkollege Bradley Smith sorgte in zwei Jahren immerhin für fünf Top-Ten-Ergebnisse, außerdem sicherte er KTM mit Platz 11 in Valencia 2017 den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM vor Aprilia. Diesen Achtungserfolg wiederholte KTM in der Saison 2018. MotoGP-Statistik von KTM Factory Racing
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Renndebüt: Valencia-GP 2016 mit Mika Kallio Werksteam 2017 und 2018: Pol Espargaró und Bradley Smith, Testfahrer Mika Kallio Werksteam 2019: Pol Espargaró, Johann Zarco; Testfahrer: Mika Kallio und Dani Pedrosa Erste WM-Punkte: Pol Espargaró, Platz 14, Las Termas 2017 Erster Top-Ten-Platz: Pol Espargaró, Platz 9, Brünn 2017 Erster Podestplatz: Pol Espargaró, Platz 3, Valencia 2018 Top-Ten-MotoGP-Plätze von KTM Pol Espargaró Platz 9, Brünn 2017 Platz 10, Aragón 2017 Platz 9, Phillip Island 2017 Platz 10, Sepang 2017 Platz 3, Valencia 2018 Bradley Smith Platz 10, Misano 2017 Platz 10, Phillip Island 2017 Platz 10, Sachsenring 2018 Platz 10, Phillip Island 2018 Platz 8, Valencia 2018 Mika Kallio Platz 10, Spielberg 2017 Platz 10, Jerez, 2018 Total Top-Ten-Plätze: 12 Anzahl WM-Punkte MotoGP
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2017: 95 Punkte 2018: 95 Punkte Total: 190 Punkte Anzahl WM-Punkte MotoGP-Fahrer Pol Espargaró: 55 und 51 (106) Bradley Smith: 29 und 38 (67) Mika Kallio: 11 und 6 (17) Beste Quali-Ergebnisse Pol Espargaró, Platz 6, Phillip Island 2018 Pol Espargaró, Platz 6, Valencia 2018
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