Superbike WM • Neu
Mit den Fans im Rücken: Iker Lecuona (Ducati) peilt Aragón-Sieg an
Mit der Pole und zwei Siegen dominierte Maria Herrera in Misano den Saisonauftakt der neuen Women's Circuit Racing World Championship. Die Spanierin hatte sich spät zur Teilnahme mit Forward Racing entschieden.
Bis zum sechsten Meeting der seriennahen Weltmeisterschaft auf dem Misano World Circuit mussten sich die Teilnehmerinnen der neuen Women's Circuit Racing World Championship – kurz WorldWCR – gedulden, bis sie ihr erstes Rennwochenende bestreiten konnten. Zuvor gab es Mitte Juni in Cremona einen zweitägigen Test, doch da fehlte mit Maria Herrera eine der Favoriten – die 27-Jährige aus Toledo gab erst am 3. Juni bekannt, dass sie sich mit ihrem MotoE-Team Forward Racing beteiligen wird.
Der verpasste Test machte sich nicht bemerkbar: Im freien Training bereits Zweite, gewann Herrera die Superpole und legte in den Rennen zwei Siege nach. Mit der Idealzahl von 50 Punkten ist sie die erste WM-Leaderin der Frauen-Weltmeisterschaft.
Beide Siege musste sich die Forward-Pilotin schwer verdienen. Im ersten Lauf lieferte sie sich mit Ana Carrasco einen sehenswerten Schlagabtausch, im zweiten Rennen mit Sarah Sanchez. "Das waren schöne Positionskämpfe", schmunzelte Maria. "Bei Ana konnte ich mir die Bremspunkte anschauen und hatte eine gute Referenz für die letzte Runde. Bei Sarah war es schwieriger – ich sah sie schon als Siegerin. Dann habe ich später gebremst als sie und kam doch noch vorbei."
Herrera fuhr bereits in verschiedenen Serien auf hohem Niveau: Supersport-300 und Supersport-WM, aber auch Moto3 und MotoE. Was hält sie von der WorldWCR und der Yamaha R7 als Einheitsmotorrad?
"Man kann hier den Unterschied ausmachen und sein Potenzial zeigen. Ich kann zwar das Rennen anführen und einen guten Job machen, dennoch können mich die anderen überholen und aufhalten. Es hat Spaß gemacht, aber es geht sehr eng zu", sagte die Spanierin. "Ab der Superpole haben wir nichts am Motorrad geändert. Álvaro Bautista gab mir den Rat, nichts mehr daran zu ändern, weil ich lernen muss – die Kategorie und das Motorrad. Weitere Verbesserungen finde ich in meinem Fahrstil."
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