Eklat: Frankreich tritt ohne Marvin Musquin (KTM) an
Dass Titelverteidiger Frankreich beim Motocross der Nationen in RedBud ohne Superstar Marvin Musquin (KTM) antritt, löste ein breites Medienecho aus. Musquin selbst reagierte umgehend mit Unverständnis.
Nicht nur in Frankreich stößt die Nominierung der französischen Nationalmannschaft auf Unverständnis. Neben Romain Febvre und dem zuletzt in der WM eher blassen Gautier Paulin wurde Dylan Ferrandis (MX2) für die Titelverteidigung beim Motocross der Nationen am 7. Oktober in RedBud (USA) nominiert.
KTM-Werksfahrer Marvin Musquin befindet sich derzeit noch mitten im Meisterschaftsduell gegen Eli Tomac bei den US-Nationals und hat bei noch 3 ausstehenden Rennen intakte Titelchancen. Auch kennt er die Strecke in RedBud, wo er seit Jahren fährt, wie seine Westentasche.
Sofort nach der Bekanntgabe durch die französische Föderation wurde spekuliert, ob Musquin von sich aus verzichtet hat, so wie Eli Tomac, Ryan Dungey oder auch Ken Roczen in der Vergangenheit ihre Teilnahme abgesagt hatten. Doch das Dementi folgte unverzüglich von Musquin selbst auf seiner Facebook-Seite. "Nein, ich habe meine Teilnahme nicht abgesagt und JA, die französische Föderation hat mich nicht nominiert, obwohl ich bereit und motiviert war. Auch der Terminkalender stellte kein Hindernis dar. Wir hatten schon monatelang mit diesem Rennen geplant."
Frankreich hat seit Jahren als einzige Nation der Welt das Luxusproblem, mehr als nur 3 Weltklassefahrer für das Motocross der Nationen aufbieten zu können. Frankreich gewann seit 2014 vier mal in Folge. 2015 in Erneé war auch Musquin neben Paulin und Febvre Teil der siegreichen französischen Mannschaft.
Dass Frankreich auf Dylan Ferrandis in der MX2-Kategorie setzt, ist nachvollziehbar. Ferrandis konnte in dieser Saison zwei Laufsiege in der MX2-Kategorie der US-Nationals gewinnen.
Paulin hingegen rangiert in WM nach 15 Läufen auf Rang 6, während Musquin auf amerikanischen Boden Eli Tomac herausfordert.
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