Superbike-WM

Das erwartet die Superbike-WM in Portimão

Von - 09.09.2018 11:26

Die Rennstrecke in Portimão ist eine der anspruchsvollsten Pisten im Kalender der Superbike-WM. Worauf es ankommt und wer die besten Chancen hat.

Schönes Wetter, traumhafte Strände, eine malerische Landschaft und schroffe Felsklippen – es fällt schwer, die portugiesische Algarve nicht in sein Herz zu schliessen. Und in Verbindung mit dem 4,6 km langen «Autodrómo Internacional do Algarve» erst recht nicht.

Die Küstenstadt Portimão (ca. 50.000 Einwohner) liegt 300 km südlich von Lissabon und etwa 70 km westlich von Faro. Im hügeligen Hinterland wurde eine der faszinierendsten Rennstrecken Europas errichtet und mit dem Saisonfinale der Superbike-WM 2008 eingeweiht.

Eine 835 Meter lange Gerade sowie neun Rechts- und sechs Linkskurven sind die Zutaten einer faszinierenden Rennstrecke. Bergauf- und Bergabpassagen, einige Richtungs- und Gefällewechsel, Kuppen, teils unübersichtliche Passagen, viele langgezogene, schnelle Kurven und ein verwinkeltes Infield machen die Strecke zu einer Herausforderung für Fahrer und Teams.

Die Piloten müssen aggressiv agieren. Fahrkönnen, Mut und körperliche Fitness spielen eine entscheidende Rolle. Beim Herausbeschleunigen aus den Kurven ist ein gutes Lenkverhalten gefragt. Eine Schlüsselstelle ist die letzte Kurve: Hier gilt es, genügend Geschwindigkeit mit auf die fast einen Kilometer lange Start-Ziel-Gerade zu nehmen.

Für Reifenmonopolist Pirelli stellen die Streckenbedingungen Portimão kein sonderliches Problem dar, auch wenn sich die Gripverhältnisse seit 2008 verschlechtert haben. Da aber hohe Temperaturen möglich sind, die zu Blasenwurf führen können, kommen entsprechende Gummimischungen zum Einsatz – wie zum Beispiel bereits in Misano. Insbesondere der Vorderreifen, der bis zu 80 Meter in Schräglage verzögern muss, wird in Portimão gestresst. 2014 erlebten wir in Portimão jedoch Regenrennen.

Von den aktiven Superbike-Piloten ist Jonathan Rea (Kawasaki) der in Portimão erfolgreichste Teilnehmer. Der Brite gewann 2014 den zweiten Lauf und seitdem jedes Rennen – insgesamt fünf Laufsiege hat der dreifache Weltmeister bisher gesammelt, der auch den Portimao-Test dominierte. Jeweils zwei Superbike-Rennen gewannen Tom Sykes (Kawasaki), Eugene Laverty (Aprilia), Marco Melandri (BMW/Yamaha), Max Biaggi (Aprilia) und Troy Bayliss (Ducati) ein.

Mit sechs Siegen führt Kawasaki die Herstellerwertung an. Aprilia und Ducati holten auf der portugiesischen Rennstrecke jeweils vier Siege. BMW und Honda triumphierten jeweils einmal.

Jahr Sieger Lauf 1
Sieger Lauf 2
 2017  Rea (Kawasaki)  Rea (Kawasaki)
 2015  Rea (Kawasaki)  Rea (Kawasaki)
 2014  Sykes (Kawasaki)  Rea (Honda)
 2013  Melandri (BMW)  Laverty (Aprilia)
 2012  Sykes (Kawasaki)  Laverty (Aprilia)
 2011  Checa (Ducati)  Melandri (Yamaha)
 2010  Biaggi (Aprilia)  Biaggi (Aprilia)
 2009  Spies (Yamaha)  Fabrizio (Ducati)
 2008  Bayliss (Ducati)  Bayliss (Ducati)

Streckenrekord: 1.41,360 min (Tom Sykes/ Kawasaki 2013)
Rundenrekord: 1.42,475 min (Tom Sykes/Kawasaki 2013)


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Portimao ist eine anspruchsvolle Rennnstrecke © Gold & Goose Portimao ist eine anspruchsvolle Rennnstrecke
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