Jonathan Rea (36): «Verstehe Kawasaki nicht»
Obwohl Kawasaki auf die seit Imola erlaubte höhere Drehzahl verzichtete, fuhr Aushängeschild Jonathan Rea in beiden Superbike-Hauptrennen dritte Plätze ein. Was wäre möglich gewesen, wenn man jene 500/min genutzt hätte?
Nach Assen durfte der Motor der ZX-10RR 250/min höher drehen, nach Donington sogar 500/min. Jeder ging davon aus, dass Kawasaki dies auch nutzen würde. Am Wochenende in Imola teilte das Team von Jonathan Rea und Alex Lowes aber mit,
Für die Werksfahrer Jonathan Rea und Alex Lowes muss das schwer zu akzeptieren sein, dass man absichtlich auf Performance verzichtet.
"Die 500/min würden uns helfen, weil wir dann eine kürzere Übersetzung fahren könnten, das bringt eine bessere Beschleunigung, weil man nach oben mehr ausdrehen kann", erklärte Rea. "Wenn dann noch die Nockenwelle geändert wird, bringt das sicher noch einmal mehr. Vielleicht mehr Leistung, ich bin mir nicht sicher."
Die Vorgehensweise von Kawasaki entlarvt eine Schwachstelle im System. Das Balance-System überprüft alle drei Events die Chancengleichheit und regelt bei Bedarf nach. Dass ein Hersteller absichtlich auf Konkurrenzfähigkeit verzichtet, war so nicht gedacht.
"So richtig durchschaue ich nicht, was das Team und Kawasaki vorhaben", wunderte sich der Nordire. "Einerseits verstehe ich, dass wir zuerst weitere Konzessionspunkte sammeln müssen, um dieses benötigte Teil auswählen zu können. Andererseits sind wir hier, um zu versuchen, Podestplätze und Siege einzufahren, das bringt uns aber keine Konzessionspunkte ein. Wir wollen konkurrenzfähig und ich hoffe immer noch, dass wir dafür gar keine Konzessionspunkte benötigen. Es ist seltsam."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach