Sébastien Ogier: «Der Sieg kam zur rechten Zeit»

Von Toni Hoffmann
WRC

Sébastien Ogier hat sich mit seinem dritten Saisonsieg beim elften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft im Titelrennen mit dem zweiten WM-Rang wieder zurückgemeldet.

Der 47. Gesamtsieg auf den rauen, teils brutalen Schotterpisten bei der härtesten Rallye des Jahres in der Türkei kam für den sechsfachen Champion Sébastien Ogier nach dem Desaster in Deutschland zur rechten Zeit. Er rückte in der Tabelle auf den zweiten Platz wieder vor und liegt bei noch drei ausstehenden Rallyes und 90 maximal zu erreichenden Punkten nun 17 Zähler hinter dem weiterhin führenden fünfmaligen Saisonsieger Ott Tänak (Toyota).

Nach dem ersten Tag lag Ogier im Citroën C3 nach einem eher vorsichtigen Start auf den harten Schotterpisten auf dem Ehrenrang hinter seinem Teamkollegen Esapekka Lappi. Eine mutige Reifenwahl und der kontrollierte Umgang mit den Reifen waren die entscheidenden Faktoren am Samstag, um die beiden letzten Tagesprüfungen zu gewinnen, während Lappi leicht patzte, und die Führung zu übernehmen.

Beim Türkei-Finale am Sonntag verwaltete Ogier seine Führung und holte mit der drittschnellsten Zeit auf der abschließenden Power Stage noch drei Bonuspunkte.

Sébastien Ogier: «Dieser Sieg ist wirklich für uns zum richtigen Zeitpunkt gekommen, denn wir hatten in letzter Zeit keine Fehler gemacht. Wir sind in diese Rallye gestartet, weil wir wussten, dass wir wichtige Punkte sammeln können, um den Sieg zu kämpfen und im Rennen um den Titel bleiben zu können. Wir haben es geschafft. Der C3 war diesmal zuverlässig und wir waren konstant, zwei Parameter, die bei dieser Rallye mit den extremen Bedingungen und der Beschaffenheit der Prüfungen sehr wichtig waren.»

Ogier weiter: «Nach einem positiven Test in Griechenland hat sich unser gutes Gefühl schon gleich nach dem Start dieser Rallye bestätigt. Wir haben das Wochenende sehr gut gemeistert und unsere Leistung schrittweise gesteigert, so dass wir nach dem ersten Tag gut platziert waren und dann von dieser Position profitieren konnten. Natürlich spielten auch die Pannen unserer Konkurrenten eine Rolle, so dass Esapekka und ich vorne etwas ungefährdet agieren konnten. Von diesem Zeitpunkt waren wir uns einig, uns nicht anzugreifen und unser Bestes zu geben, um diesen Doppelerfolg für Citroën zu sichern.»

«Ich freue mich über diesen Sieg für das Team. Er ist gut für unsere Situation in der Meisterschaft. Er dürfte uns eine Motivation bis zum Saisonende geben. Wir dürfen unser Endziel nicht aus dem Auge verlieren. Alle wissen, dass es noch viel zu tun gibt. Wir werden uns den verbleibenden drei Rallyes mit demselben Ziel wie in der Türkei nähern und an der Spitze kämpfen, um in der Meisterschaft weiter voranzukommen.»

Rallye Türkei – Endstand nach 17 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Ogier/Ingrassia (F), Citroën

3:50:12,1

2.

Lappi/Ferm (FIN), Citroën

+ 34,7

3.

Mikkelsen/Jeager (N), Hyundai

+ 1:04,5

4.

Suninen/Salminen (FIN), Ford

+ 1:35,1

5.

Sordo/Del Barrio (E), Hyundai

+ 2:25,9

6.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

+ 2:59,1

7.

Meeke/Marshall (B), Toyota

+ 3:53,3

8.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

+ 5:34,8

9.

Tidemand/Floene (S/N), Ford

+ 7:22,9

10.

Grensmith/Edmondson (GB), Ford

+ 15:18,7

Stand der Fahrer-WM nach 11 von 14 Läufen:

Platz

Team/Auto

Punkte

1.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

210

2.

Ogier/Ingrassia (F), Citroën

193

3.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

180

4.

Mikkelsen/Jaeger (N), Hyundai

94

5.

Meeke/Marshall (GB), Toyota

86

6.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

84

7.

Suninen/Salminen (FIN), Ford

83

8.

Lappi/Ferm (FIN), Citroën

80

9.

Evans/Martin (GB), Ford

78

10.

Sordo/Del Barrio (E), Hyundai

72

Stand der Herstellerwertung nach 11 von 14 Läufen:

Platz

Team/Auto

Punkte

1.

Hyundai Shell Mobis WRT (i20 WRC)

314

2.

Toyota Gazoo Racing WRT (Yaris WRC)

295

3.

Citroën Total WRT (C3 WRC)

259

4.

M-Sport Ford WRT (Ford Fiesta WRC)

184

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