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Erleichterung in Valencia: Keine 54-Mio-Dollar-Busse

Von Mathias Brunner
Fünf Mal wurde in Valencia der Europa-GP ausgetragen, von 2008 bis einschliesslich 2012. Ein sechstes Mal dürfte es kaum geben – trotz eines bestehenden Vertrags.

Alberto Fabra, Präsident der autonomen Landesregierung Valencia, hat harte Verhandlungen hinter sich: Der Politiker sah nicht ein, wieso Stadt und Region eine Konventionalstrafe für einen Grand Prix zahlen sollten, der nicht mehr ausgetragen wird. Diese Strafe ist mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone eigentlich ausgemacht, wenn ein Rennen nicht gefahren werden kann, trotz gültigen Vertrags. Angeblich sind 54 Mio Euro fällig. Vor einem verwandten Problem stehen die Südkoreaner: das Rennen ist hoch defizitär, aber es wäre noch teurer, überhaupt kein Rennen auszutragen ...

Zur Erinnerung: Noch im Mai prahlten die Veranstalter des Valencia-GP, dass das Rennen 2014 «so gut wie gesichert» sei. Eigentlich wäre die drittgrösste Stadt Spaniens 2014 an der Reihe, den Formel-1-WM-Lauf auszurichten, im Wechsel mit Barcelona bis 2020. Aber Stadt und Region Valencia gehen finanziell an Krücken, da kann man sich den Grossen Preis von Europa am Hafen einfach nicht mehr leisten. An den Valencia-GP 2014 glaubte man offenbar auch in Katalonien nicht. Längst läuft in Barcelona der Vorverkauf für das Rennen im kommenden Jahr.

Alberto Fabra erklärt zum Stand der Dinge: «Die Verhandlungen waren kompliziert, aber ich darf nun bestätigen – wir werden keinerlei Strafe dafür bezahlen, wenn wir kein Rennen mehr ausrichten. Ich habe klarmachen können, dass wir einfach die Mittel dazu nicht haben. Wir haben für öffentliche Gelder derzeit andere Prioritäten als ein Autorennen. Es gibt Dringlicheres, und das wissen unsere Bürger auch.»

Fabra fügte hinzu, er habe sich mit Bernie Ecclestone eine Hintertür offen gelassen, falls es Stadt und Region wieder besser gehe. Bis dahin dürfte der Strassenkurs jedoch eine Bauruine sein.

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